„Simone spielt“: Die sieben besten Brettspiele für Erstklässler, empfohlen von einer leidenschaftlichen Spielebloggerin

Wo ich Simone vom Blog Simone spielt kennengelernt habe? Na, auf der Spielwarenmesse natürlich! Wo sonst trifft man leidenschaftliche Spieler, die nicht im Internet beim Highscoreknacken zu finden sind, sondern vielmehr am liebsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit im heimischen Wohnzimmer zocken? Auf ihrem Blog stellt die zweifache Jungsmama nur Spiele vor, die sie selbst auf Herz und Nieren getestet hat. Sie ist unabhängig und wird von keinem Verlag oder Autor für ihre Empfehlungen und Rezensionen bezahlt – das ist ihr wichtig. Wir können uns daher sicher sein, dass sie ihre Empfehlungen aus voller Überzeugung macht. Und siehe da: Die beiden Spiele, die ich bereits aufgrund Simones Begeisterung gekauft habe, werden bei uns seit Wochen rauf und runter gespielt. Ihr wollt auch wissen, welche Spiele Simone Familien ans Herz legt? Dann seid Ihr hier richtig. Im Gastbeitrag stellt sie ihre  Spiele-Empfehlungen für Erstklässler vor, die auch wunderbar als Geschenke zum Schulstart taugen.

Simone: „Erstklässler sind im besten Spiele-Alter. Sie bringen schon einige Grundvoraussetzungen (Zählen, Farben, Geschick) und Verständnis (Vorstellungsvermögen, Planung) mit, so dass sich für dieses Alter ganz tolle und verschiedenartige Spielmöglichkeiten bieten. Im Folgenden findet ihr eine Liste mit sieben ausgezeichneten Spielen, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Auch wenn sie ganz unterschiedlich sind und ganz verschiedene Spielgenres abdecken, so haben sie eines gemeinsam: Alle sind für Kinder ab circa sechs Jahren (+/- ein Jahr) geeignet, und alle sorgen garantiert für ein einzigartiges Spielerlebnis.

Leo muss zum Friseur, von Abacus

Leo muss zum Friseur und hat dafür zwölf Stunden Zeit – dann schließt der Laden nämlich. Doch: Leo schafft es in der Regel nicht am ersten Tag, anzukommen. Eure Aufgabe ist, Euch gemeinsam den Weg zu merken, damit Leo an einem der Folgetage hinkommt. Unterwegs trifft er allerdings immer viele andere Tiere, mit denen er ein mehr oder weniger langes Schwätzchen hält und so wertvolle Zeit verliert. Jeder Tag, den Leo nicht beim Friseur war, lässt seine Haare weitere wachsen. Wenn er nicht spätestens am 5. Tag bei Bobo, dem Friseur, angekommen ist, ist das Spiel verloren. Das Tolle ist, dass Ihr die Erfahrungen eines Tages mitnehmt, und so am zweiten Tag schon etwas mehr wisst. Wenn Ihr euch den Weg gut merkt und Euch gut abstimmt, könnt Ihr bald den geschwätzigen Löwenmädchen aus dem Weg gehen und so Leo rechtzeitig zum Friseur bringen. Leo muss zum Friseur ist ein ganz, ganz tolles kooperatives Kinderspiel, bei dem auch die Eltern gerne mitspielen. Mein absoluter Top-Tipp für 2 bis 4 Erstklässler ab 6 Jahren.

Icecool, von Amigo

Icecool ist das prämierte Kinderspiel des Jahres 2017. Viele Experten fragen sich, warum es eigentlich als Kinderspiel gilt? Das coole Pinguin-Schnipp-Spiel fasziniert nämlich die Großen genauso wie die Kleinen. Mit ein wenig Übung vollbringen die Pinguine wahrhafte Kunststücke und die Jagd durch das eisige 3D -Schulhaus ist für jedermann ein Riesenspaß. Nur zusehen kann niemand, denn jeder will es einmal selbst ausprobiert haben. Icecool ist ein erstklassiges Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 4 clevere Schnippser ab 6 Jahren – nach oben gibt es keine Grenze!

Schnappt Hubi!, von Ravensburger

Schnappt Hubi! war lange Zeit mein absolutes Lieblings-Kinderspiel und ich bin heute immer noch total verliebt in Hubi. Darum geht’s: Das freche Gespenst hat mal wieder Eure Vorräte stibitzt. Nun müsst Ihr Hubi fangen und sie zurückholen. Dazu seid Ihr als Mäuse und Hasen in Hubis Spuk-Haus unterwegs, erkundet die Wege, sucht die Zaubertüren und öffnet sie gemeinsam. Danach erscheint Hubi und spukt durch sein Haus. Schnappt ihn! Gut, dass Euch die anderen Tiere im Haus mit Hinweisen helfen. „Schnappt Hubi“ ist ein supersüßes, kooperatives Kinderspiel der Extraklasse. Der magische Kompass – die elektronische Unterstützung – führt Euch durch das Spiel und sorgt dafür, dass jede Partie anders ist. Es gibt drei Schwierigkeitsstufen. 2 bis 4 Kinder ab circa 5 Jahren können bei dieser traumhaften Gespensterjagd mitspielen. (P.S.: „Mama und die Matschhose“ hat ebenfalls eine Hubi-Kritik geschrieben.)

Kayanak, von Haba

Die einzigartige Spielatmosphäre macht Kayanak zu einem echten Klassiker unter den Kinderspielen und sollte wirklich in keinem Haushalt fehlen. Mit dem Pickel haut ihr echte Löcher in das Eis. In diese Löcher werft Ihr Eure Angeln und mit etwas Glück beißen auch die Fische – realistischer kann ein Spiel kaum sein. Bei „Kayanak“ könnt Ihr das Abenteuer Eisangeln quasi hautnah erleben und Euch wie ein echter Inuit fühlen. Trotzdem solltet Ihr Euch gut merken, in welchen Löcher Ihr bereits gefischt habt, denn dort wird es keine weitere Beute geben. Das Spiel bietet eine leichtere Version für Kinder ab 4 Jahren, doch in seiner Grundidee ist Kayanak für 2 bis 4 Kinder ab 6 Jahren ausgelegt.

Monsterfalle, von Kosmos

Monsterfalle ist Teamspiel für Kinder ab 6 Jahren, bei dem es um schnellen Überblick, gute Zusammenarbeit und Geschicklichkeit geht. Solange die Sanduhr läuft, müsst Ihr so viele Monster wie möglich zur Monsterfalle in der Mitte der Schachtel transportieren. Ihr dürft die Monster nicht anfassen, sondern müsst sie mit vier Schiebern sorgsam durch das Labyrinth führen. Schaffen könnt Ihr das nur gemeinsam, denn ein Spieler steuert die senkrechte Achse, der andere die Waagerechte. Das Team, das innerhalb der Zeit die meisten Monster fängt, gewinnt. „Monsterfalle“ ist auch ein herrliches Familienspiel in gemischten Eltern-Kind.Teams. Auf der Schachtel steht: für vier Spieler, aber eigentlich gibt es keine wirkliche Begrenzung. Wir haben Monsterfalle schon sehr erfolgreich als „Turnier“ auf Kindergeburtstagen gespielt.

Nacht der Magier – Das Spiel im Dunkeln, von Drei Magier Spiele

Das Dunkelspiel Nacht der Magier ist ein Highlight in jeder Spielrunde. 2 bis 4 Zauberer ab 5 Jahren versuchen, als Erster einen ihrer Kessel in den magischen Ring zu schieben. Jeder Mitspieler erhält eine Zauberer-Figur, die ein bestimmtes Symbol zeigt. Dieselben Symbole findet ihr auch auf den Kesseln wieder. Ein erhöhter Sockel wird nach Anleitung mit allerlei Holzscheiben und den Kesseln belegt. In der Mitte brennt das magische Feuer, unter dem der verborgene Ring liegt. Doch dann löscht Ihr das Licht. Die Holzscheiben und Bäume sind nun nicht mehr zu sehen. Einzig die Kessel, das magische Feuer und die Hüte eurer Zauberer sind mit einem fluoreszierenden Material versehen und leuchten in der Dunkelheit. Nun darf der erste Spieler beginnen. Er setzt seinen Zauberer am Rand auf den Sockel und beginnt, ihn vorsichtig zu schieben. Dadurch bewegen sich die Teile auf den Plan. Erst muss das Feuer soweit beiseite geschoben werden, dass die Vertiefung mit dem Ring sichtbar wird. Dann müsst Ihr Euren Kessel in den Ring schieben. Ein Spieler darf in beliebige Richtungen schieben, allerdings nur solange, bis etwas vom Sockel herunterfällt. Dann ist der Zug beendet, der nächste Spieler ist an der Reihe. Was im Hellen so einfach aussieht, ist in der Dunkelheit ein echtes Erlebnis!

Das verrückte Labyrinth, von Ravensburger

Das Labyrinth besteht aus einigen festen Teilen und sehr vielen beweglichen Quadraten, auf denen Gänge abgebildet sind. Ein Teil ist immer übrig. Die 2 bis 4 Spieler starten in den Ecken und müssen ihre Spielfigur nacheinander zu unterschiedlichen Gegenständen auf dem Spielplan ziehen. Bevor aber gezogen werden darf, muss das übrig gebliebene  Plättchen in das Labyrinth eingeschoben werden. Dadurch schiebt ihr auf der anderen Seiten wieder ein Teil heraus und ändert mit jedem Zug die Wege im Labyrinth. Wer ein Ziel erreicht hat, darf die nächste seiner Gegenstandskarten aufdecken, um sein neues Ziel zu erfahren. Wer zuerst alle seine Gegenstände gefunden hat und wieder in seiner Startecke angelangt ist, gewinnt. Es ist mitunter auch für Erwachsene ganz schön schwierig, sich vorzustellen, wie das Labyrinth nach dem Einschieben des Plättchens aussieht, und ob der gewünschte Gang dann auch wirklich offen ist. Deswegen ist das verrückte Labyrinth auch klar das anspruchsvollste Spiel dieser Liste und sollte erst mit Kindern ab circa sieben Jahren gespielt werden. Ein Riesenspaß ist es trotzdem, „Das verrückte Labyrinth“ ist ein echter Klassiker, der seit vielen Jahren Millionen von Menschen begeistert.

Wenn Euch meine Anregungen gefallen und Ihr nach weiteren tollen Spielen sucht, besucht mich gerne auf meinem Blog: die besten Familienspiele. Und egal, für welche Spiele Ihr Euch entscheidet, denkt immer daran: Viel wichtiger als das Gewinnen bei jedem Spiel ist immer das gemeinsame Erlebnis und der Spielspaß!“

Vielen Dank, liebe Simone, für die tollen Spieletipps! Damit bescherst Du uns und hoffentlich auch vielen anderen Familien zahllose vergnügliche Zockerstunden!

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