Gesellschaftsspiel mit Pfiff: Warum „Mister Pups“ bei uns eingezogen ist

 „Ach du Kacke“, habe ich gedacht, als die Kinder auf ihre Wunschzettel für Weihnachten „Mister Pups“ gemalt haben (ich erspare Euch hier ein Bild davon) – und ich habe mich in der nächsten Sekunde selbst im Kopf zensiert: Wer „Ach du Kacke“ denkt, braucht sich nicht über ein Spiel mit einem fäkalverwandten Titel aufregen. Gefallen hat mir der Gedanke dennoch nicht, dass ein Herr Pups im stilvollen Ambiente der Feiertage unterm Weihnachtsbaum liegen und Geräusche machen soll…

Ich fragte mich tatsächlich, wer sich Spiele wie „Mister Pups“, aber auch „Kacka-Alarm“, „Pipi Party“ etc. überhaupt ausdenkt. Sind es Männer mit grau meliertem Haar in grau melierten Anzügen, die von oben ziemlichem Druck kriegen, immer Neues erfinden zu müssen? Wenn, dann arbeiten sie jedenfalls mit Erfolg: Laut dem Vergleichsportal Idealo gehört „Mister Pups“ zu den fünf beliebtesten Spielen der 3- bis 6-Jährigen.

Eine Chance für „Mister Pups“

Ich wollte dem Ganzen eine Chance geben und recherchierte, denn beim Schenken geht es ja nicht um das, war mir am meisten gefällt, sondern um das, was die Kinder wollen – solange es vertretbar ist. Ich las Pups-Rezensionen im Internet – und fand heraus, dass die meisten, die „Mister Pups“ kaufen, angetan davon sind: Ein lustiges Kartenspiel soll es sein, das durch gelegentliche Pupse der Figur noch lustiger wird.

Ich bestellte es. Die Kinder strahlten unterm Baum. Die Feiertage waren gerettet – der Pups bescherte uns tatsächlich viel Spaß, tatsächlich auch mir.

Die Frage bleibt, ob man durch Spiele mit diesem und ähnlichem Titel die Fäkalsprachen-Phase der Kinder verstärkt. Meine Antwort ist: Möglicherweise, vielleicht aber auch nicht. Fest steht wiederum, dass pädagogisch wertvolle Spiele nicht immer die lustigeren sind.

Eins geht noch: „Ach du Kacke!“

Mein Sohn hatte übrigens vor knapp zwei Wochen Geburtstag. Was er sich gewünscht hat? „Ach du Kacke!“. Das war jetzt kein Ausruf, sondern ein Spieletitel – und ja, es hat uns in den vergangenen Tagen schon viel Freude bereitet …

PS: Ihr wollt weitere Spieletipps haben? In einem Gastbeitrag erzählt Spielebloggerin Simone, welche Spiele sich am besten für Erstklässler eignen. Außerdem habe ich ein Bullshitbingo für Gesellschaftsspiele für Euch aufgeschrieben.

Falls Ihr mehr von „Mama und die Matschhose“ mitbekommen wollt,  folgt mir gern auf Facebook, Instagram oder/und Pinterest! Ich freu mich!

Ein Kommentar bei „Gesellschaftsspiel mit Pfiff: Warum „Mister Pups“ bei uns eingezogen ist“

  1. Das gefällt mir und ist sicher ein gutes Spiel, das wir mit in den Urlaub nach Brixen/Südtirol mitnehmen können 🙂 Danke für den Tipp

Schreibe einen Kommentar