Schule in Zeiten von Corona: Wie geht es weiter? Wir haben endlich etwas Klarheit!

Endlich haben auch wir Eltern der Schüler der zweiten Klasse über einen Brief der Rektorin erfahren, wie es mit dem Schulbesuch weitergeht. Wir leben in Bayern. Seit unsere Kinder aufgrund der Corona-Krise am 13. März zuletzt die Schule von innen gesehen haben, ist viel Homeschooling passiert, doch eine Perspektive, wann sie wieder die Schulbank drücken dürfen, gab es lange nicht. „Nach Pfingsten gehen Zweitklässler wieder in die Schule“, hieß es seitens der bayerischen Staatsregierung irgendwann Anfang Mai, konkrete Termine und Uhrzeiten wurden nicht genannt. Eine glückliche Perspektive war es nicht, es bedeutete immer noch: wochenlanges Homeschooling.

Allerdings: Seit zwei Wochen gehen die Erst- und Viertklässler wieder in die Schule. Auch mein 6-Jähriger darf seit Montag wieder als Vorschüler den Kindergarten besuchen. Ein Unding, dass meine Tochter immer noch im Unklaren über ihre Schulsituation war. Angesichts der Tierpark-, Biergarten- und sogar Freizeitparköffnungen fanden wir Eltern inakzeptabel, dass uns nicht mal eine Planung vorlag! Auch unsere Zweitklässlerin fand die Entwicklung nur so mitteltoll, sie würde auch gern wieder ihre Freunde sehen und einen anderen Lehrer als mich haben – und war verständlicherweise schon ein bisschen neidisch auf alle, die bereits jetzt wieder raus durften.

Präsenzunterricht nach den Pfingstferien

Jetzt ist klar: Nach den Pfingstferien wird sie wieder Präsenzunterricht haben. Sie wird zwei bis drei Mal die Woche in die Schule gehen. Immer montags und mittwochs von 8 bis 11.20 Uhr – also vier Schulstunden lang; ab 15. Juni. Und Freitag hat die Klasse im Wechsel mit einer ersten Klasse Unterricht.

Das heißt: Sie wird noch ungefähr 60 Schulstunden haben bis zum Sommer, das Kultusministerium hatte „mindestens 45“ gefordert. Es hatte ferner mindestens drei und höchstens fünf Schulstunden pro Tag verlang – und wochen- oder tageweisen Wechsel mit anderen Klassen. Unsere Schule ist der Ansicht, dass sie die Schülerinnen und Schüler besser erreicht und kontinuierlicher beschulen kann, wenn es einen tageweisen Wechsel der Gruppen gibt – statt einen wochenweisen. Das kann ich nachvollziehen.

Maskiert im Pausenhof

Ansonsten werden die Schüler auf Fluren und im Pausenhof Masken tragen – und sie sollen generell erst 10 bis 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn an der Schule ankommen. Sie werden ihre Jacken mit ins Klassenzimmer nehmen, keine Stifte von anderen leihen und in den Fluren immer rechts gehen. „Wir freuen uns schon auf alle Kinder und versprechen Ihnen, dass wir mit der gebotenen Vorsicht doch versuchen werden, ein Stück Normalität hier in der Schule wieder zu leben.“ Mit diesen Worten beendete die Rektorin ihren Brief an uns Eltern. „Das Lachen, die Freude, das Spielen und Lernen Ihrer Kinder hat uns sehr gefehlt.“

Ich hoffe, diese ordentlichen Pläne werden nicht von einem erneuten Anstieg an Infektionen durchrüttelt – aber ich will positiv bleiben und hoffen, dass es endlich wieder weitergeht. Im Rahmen der Möglichkeiten bin ich zufrieden, wie das Konzept an der Schule meiner Tochter umgesetzt wird.

Wie ist es bei Euch, könnt Ihr das alles jetzt akzeptieren?

Ein Kommentar bei „Schule in Zeiten von Corona: Wie geht es weiter? Wir haben endlich etwas Klarheit!“

  1. Bei uns geht es am 22. mit einer Woche à 3 Schulstunden los – dann wieder eine Woche Zauhause usw. Ist aber noch stressiger weil man dazwischen ja gerade so 2 Stunden Zeit hat zu Arbeiten – da muss ich jetzt auch schauen wie ich das regeln kann. Aber es ist besser als Nichts. Regeln gibt es viele, Masken in den Gängen, Hütchen vors WC schieben mit dem Fuß dass man sieht es ist schon jemand drin, Abstandslinien zum Anstellen (es müssen z.B. gleich die Hände gewaschen werden). Dafür ist diese Woche von 8-14 Uhr Kita – Mittagessen ist selbst mitzubringen. Und dan nur noch Montags. Also sehr wenig Vorschule. Die Kleine hat sich gefreut – ein normaler Alltag ist es aber auch nicht – kleine Gruppen, anderes Zimmer, im Garten hat jede Gruppen seinen Bereich der mit Flatterband abgesperrt wurde – irgendwie unwirklich.

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