Schöne Bescherung: 10 Fettnäpfchen, in die wir beim Beschenken unserer Kinder nicht treten sollten

Ob Lego-Ninjago, Fitness-Barbie, das Mister-Pups-Spiel oder alles zusammen: Was auf dem Wunschzettel von Kindern steht und was sie davon auch wirklich bekommen das hängt oft vom Erfolg von Fernsehwerbung und von der Laune sowie dem Geldbeutel der Eltern ab. Ein paar Regeln aber gibt es, an die sich alle Mamas und Papas halten sollten, wenn die Bescherung glücklich verlaufen soll. Wer sie beachtet, wird an Heiligabend in strahlende Kinderaugen blicken.

1. Die wichtigste Regel am Anfang: Kinder haben mit „Nichts schenken“-Pakten von Erwachsenen nichts zu tun. Wollen sich Erwachsene untereinander nicht überraschen, ist das deren Sache. Dass auch ihre Kinder an Weihnachten leer ausgehen, wäre unschön und herzlos.

2. Eltern sollten das Geschenkpapier für die Kindergeschenke genauso gut verstecken wie die Spielsachen selbst, sonst heißt es: „Das Christkind/der Weihnachtsmann hat unser Geschenkpapier für die Geschenke hergenommen!“ Als nächstes folgt dann das Outing des Geschenkebringers, und das muss nicht unbedingt Heiligabend stattfinden, oder? Ich bin selbst schon in diesem Fettnapf getreten: Ich habe schon mal die Geschenke der Kinder mit dem Geschenkpapier verpackt, das seit Monaten im Arbeitszimmer lag. Das haben meine beiden natürlich erkannt – und somit schon gegrübelt, warum das Christkind dasselbe verwendet. Es hätte mich sehr geärgert, wenn sie den Glauben daran wegen so einer Unachtsamkeit verloren hätten…

3. Eltern sollten beim Schenken nicht den Erzieher raushängen lassen. Wenn sich ein Kind sehnlichst das „Mister Pups“-Spiel wünscht, sollte es nicht „Erste Matheaufgaben für Vorschulkinder“ bekommen.

4. Es ist auch nicht besonders realistisch, Kindern Geschenke wie lange Unterhosen und Kniestrümpfe zu überreichen und zu erwarten, dass sie sich aufrichtig darüber freuen.

Kinder richtig beschenken: Über unerfüllbare Herzenswünsche vorher reden

5. Wenn es einen Herzenswunsch gibt, den Eltern wirklich nicht erfüllen können oder wollen, sollten sie offen vor Weihnachten mit dem Kind darüber reden, dass die Sache wohl nicht unterm Christbaum landen wird – idealerweise schon lange vor dem Fest. Bestimmt können sie dem Kind deutlich machen, dass der Todesstern von Lego echt zu teuer ist und das Pferd nicht auf den Balkon passt.

6. Eltern sollten wirklich auf die Marke und die genaue Bezeichnung der Spielsachen achten, die sich Kinder wünschen. Wer von „Lego Star Wars“ träumt, jubelt nicht unbedingt über „Lego Harry Potter“, auch wenn die Mama Harry Potter so viel toller (oder günstiger) als die „Star Wars“-Figuren findet.

7. Es ist nicht absurd, den Kindern als „großes Geschenk“ auch eine Aktivität statt das fünfte Playmobil-Haus zu schenken. Wetten, dass sich die Tochter oder der Sohn wie verrückt freut, wenn er oder sie Karten für eine Zaubershow der Ehrlich Brother bekommt und nur mit Erwachsenen hingehen darf? Oder wenn Papa mit Klein-Sophie zu Helene Fischer tigert? Karten für derartige Events gelten als vollwertiges Geschenk, auch für kleinere Kinder, befüllen aber das Kinderzimmer nicht mit noch mehr Dingen. Und ein paar gut verpackte Playmobil-Männchen sorgen dafür, dass an Heiligabend dennoch mit Geschenken gespielt werden kann. Vielleicht wird damit sogar eine Zauber- oder Schlagershow inszeniert.

8. „Ist das für mich? Ist das für mich?“ Es ist gut, wenn die Geschenke beschriftet sind, vielleicht auch mit Symbolen wie einem Herz oder einem Stern. Dann erkennen auch kleinere Kinder, welches Geschenk für sie gedacht ist, und sie reißen nicht versehentlich das Geschenk von Bruder oder Schwester auf.

To do: Die Playmobil-Ritterburg vor dem Fest aufbauen

9. Auch wenn es anstrengend ist: Playmobil-Ritterburgen und Barbie-Häuser gehören von den Eltern bereits vor dem Fest aufgebaut, damit die Kinder gleich losspielen können und nicht erst Stunden warten müssen, bis Mama und Papa fluchend alle Teile zusammengesteckt haben; und die Eltern wollen sicher auch nicht Heiligabend mit dem Barbie-Hausbau verbringen. Sie wissen ja: Das gemeinsame Spielen wird noch anstrengend genug!

10. Das gilt natürlich nicht für Spielsachen, die die Kinder selbst zusammenbauen können und wollen: Den Ninjago-Drachen von Lego wollen kleine Baumeister natürlich selbst zusammenstecken, und brauchen wenn, dann nur kleine Unterstützung durch Mama oder Papa.

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