Ferienlektüre für Leseanfänger: Die drei Lieblingsbücher meiner Tochter (7)

Das mit dem Lesen klappt jetzt schon ganz ordentlich bei meiner Erstklässlerin. Gestern hat ihre Klasse „Buchstabenfest“ gefeiert – weil die Schüler nun alle Buchstaben lesen können. Morgen ist hier in Bayern der letzte Schultag, und zum Zeugnis schenke ich meiner Tochter „Conni und das wilde Pony“, weil sie das andere Buch der neuen Conni-Lesespaß-Reihe – „Conni und die Schultiere“ (siehe unten) – so gerne mag. Es ist das erste Buch, das sie mit wirklicher Freude und wirklichem Interesse verschlungen hat – und als ich daraufhin ein wenig recherchierte, habe ich entdeckt, dass der Carlsen-Verlag generell tolle Bücher für Erst- und Zweitklässler bietet. Die für uns besten möchte ich Euch hier – unbezahlt und unbeauftragt, aber aus Überzeugung – vorstellen:

Buchtipps für Leseanfänger

Julia Böhme: Conni und die Schultiere. Carlsen, 7,99 Euro

Conni schafft es immer wieder, dass wir uns mit ihr und ihrer Familie identifizieren. Dass es das Schmetterlingsprojekt, das meine Tochter in der Schule und danach auch zu Hause durchzieht, jetzt als Conni-Buch gibt – das haut mich allerdings gerade um, weil ich es spezieller finde als „Conni lernt schwimmen“ oder „Conni lernt Radfahren“. Doch: Wenige Tage, nachdem wir unsere letzten selbstgezüchteten Schmetterlinge in die Freiheit entlassen haben, stolperten wir, quasi zur Nachbereitung, über „Conni und die Schultiere“.

Die Lehrerin bringt im Buch Raupen mit in die Schule, die natürlich versorgt sein wollen. Die Schüler erleben, wie sich die Raupen verändern, verpuppen – und wie das Wunder passiert: dass sie Schmetterlinge werden. Wofür eigentlich die sonst so fiesen Brennesseln gut sind – das lernen sie auch. So etwas in echt zu erleben, ist irre toll – und es im Buch nochmal nachzulesen, auch. Wunderbar ist, dass meine Tochter das Buch komplett selbst lesen kann, es ist bestens geeignet für Leseanfänger und motiviert durch eine tolle Text-Bild-Aufteilung, durch Sprechblasen und hervorgehobene Wörter dazu, immer weiterzuschmökern. Ich kann Euch beides empfehlen: dass Ihr Euch Raupen holt, und dass Ihr Euren Erst- und Zweitklässlern das Buch holt.

Susanne Fülscher, Kristina Nowothnig: Miss Elli legt los. Carlsen, 7,99 Euro

Sie ist ein bisschen wie Mary Poppins: Miss Elli hat, wie das weltberühmte Kindermädchen, magische Fähigkeiten. Ihre Babysitter-Kinder Ben und Mieke finden das natürlich toll, denn langweilig wird es dadurch nicht. Und obwohl Ben sonst ein „Angstpupser“ ist, wie Leon ihn gemeinerweise nennt, traut er sich an der Seite Miss Ellis Sachen zu, die vorher für ihn nicht möglich waren.
Die Geschichte wird sehr lustig erzählt. Die Autorin schreibt Sätze wie „Fliegen ist so toll wie Fußball spielen und saure Gummitiere lutschen. Und gleichzeitig Weihnachtsgeschenke auspacken“, worüber meine Tochter herzlich lachen muss. Das Buch ist in sieben überschaubare Kapitel unterteilt, was das Selbstlesen erleichtert. Im Text tauchen ein paar englische Begriffe auf, über die meine Tochter gestolpert ist, etwa „Let’s go“, „wonderful“ und „Good night“. Letztlich aber hat sie diese bei der Lektüre gelernt und verwendet sie jetzt selbst. Was Miss Elli demnach genauso gut konnte wie Ben das Schwimmen beibringen: meine Tochter zum Lesen motivieren. Und das finde ich wonderful.

Margil, Irene, Radermacher, Jan: Schule Kunterbunt. Ist alles vorbei? Carlsen, 7,99 Euro

Eine lustige Geschichte trifft auf ein lustiges Konzept: Die Schule Kunterbunt soll geschlossen werden, obwohl sie so toll ist, denn die wichtigsten Fächer dort sind Musik, Tanz, Theater und Backen. Dennoch gibt es zu wenige Anmeldungen, denn alle Eltern schicken ihre Kinder zur Nachbarschule, in der es vor allem um die schnöde Mathematik geht. Luca und Lena hecken einen Plan aus – und meine Tochter und ich lesen, so will es das Konzept des Buches, gemeinsam darüber: Ich lese die längeren Texte auf den jeweils linken Seite des Buches, sie die Texte auf den rechten Seiten. Allein über diese Tatsache lacht meine Tochter: Denn dass ich mehr lesen „muss“ als sie, das findet sie schon witzig. Und die Geschichte, die mögen wir auch.

Welche Lektüreempfehlungen habt Ihr für Leseanfänger?

 

 

Ein Kommentar bei „Ferienlektüre für Leseanfänger: Die drei Lieblingsbücher meiner Tochter (7)“

  1. Die Conni geht doch immer. Mag mein Sohn auch sehr gerne.
    Ich kann noch empfehlen „Lasse in der ersten Klasse“ und „Die Kicker-Bande“. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass mein Sohn Bücher bald selbst lesen kann. Das ist so ein großer Schritt.
    LG Anke

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