FrankenStones: Steine bemalen, verstecken – und vielen anderen eine Freude bereiten

Vor ein paar Tagen haben wir einen Schatz entdeckt: Wir haben auf einem Spielplatz bei uns im fränkischen Bamberg einen Stein gefunden, der wie ein Minion bemalt war. Auf der Rückseite stand, ich solle ein Bild des Steins auf Facebook posten, in der Gruppe FrankenStones, und den Stein anschließend wieder verstecken. Gemacht, getan – und infiziert waren wir auch: Denn die Gruppe ruft dazu auf, selbst Steine zu bemalen, zu verstecken und andere damit zu erfreuen. Idealerweise postet der Finder dann auch ein Bild davon. 

Das war und ist eine tolle Beschäftigung für uns – wir sind jetzt leidenschaftliche Mitglieder der FrankenStones, bemalen Steine in liebevoller Handarbeit und legen sie im nahe gelegenen Park aus. Auch die Instagram-Seite der Gruppe betreue ich jetzt. Maike Schiel, eine 44-Jährige Bambergerin und Mutter eines fast erwachsenen Sohns, hatte die Idee zu diesem charmanten wie kreativen Steineprojekt. Ich hab sie darüber interviewt.

Maike produziert endlos viele Kunstwerke – die FrankenStones

Wie bist du auf die Idee gekommen, die FrankenStones ins Leben zu rufen?

Maikes erste Steine für die Aktion „FrankenStones“

Maike Schiel: Ich habe durch Zufall ein Posting aus der Gruppe ElbStones gelesen und war direkt angetan von der Idee, anderen Menschen eine Freude mit angemalten Steinen zu machen und die Steine wandern zu lassen. Anfang März wurde ich spontan Mitglied in dieser Gruppe und beobachtete gespannt, wie sich die Steine dort verteilen, wanderten, Freude schenkten und die Achtsamkeit verstärkten. Das wollte ich auch hier in Bamberg erleben und mit anderen Menschen teilen. Nur wie? Ich hatte bisher noch nie einen Stein bemalt und außerdem waren die Mitglieder dieser Gruppe sehr weit entfernt. Deshalb fragte ich bei den ElbStones nach, ob es bereits hier in der Region eine solche Gruppe gäbe und ob es überhaupt gewollt wäre, eine Gruppe zu gründen. Ich erfuhr, dass es bereits Untergruppen gibt, allerdings noch keine in der Region Bamberg. Da Bamberg in Franken liegt, kam mir die Idee mit den FrankenStones.

Nach welchen Kriterien suchst du die Plätze aus, an denen du deine Steine hinterlegst?

Maike Schiel: Manchmal lege ich die Steine einfach nach Gefühl aus. Auf eine schöne Bank, in die Nähe von Spielplätzen, Parks oder auch einfach mitten in der Innenstadt. Ich habe außerdem in der Gruppe gefragt, ob es Wunschablegeplätze gibt. Ab und zu verstecke ich einen Stein auch und poste ein Bild dazu, damit ein kleines Rätsel entsteht. Einmal habe ich auch Steine in der Nähe der Kinderonkolgie in Erlangen ausgelegt, weil uns dort mal sehr geholfen wurde und ich einen persönlichen Bezug habe. Insgesamt achte ich sehr darauf, dass durch die Steine kein Schaden entsteht. Ich lege Steine auf festen Untergründen ab, nie auf Autos usw.

Bekommst du viele Rückmeldungen von den Findern der Steine – oder nehmen sie sie häufig einfach so mit nach Hause?

Maike Schiel: Die Gruppe gibt es jetzt seit Mitte März. Mit den steigenden Mitgliedern wachsen auch die Rückmeldungen. Bei den FrankenStones ist bereits ein wunderbarer Austausch entstanden. Ich bin überwältigt von den netten Worten, der Mitmachlaune und den Resonanzen. Nie hätte ich gedacht, dass die Gruppe so viele Menschen mitreißen würde!

Für alle, die ebenfalls mitmachen wollen: Wie bemalt man die Steine am besten?

Maike Schiel: Ich verwende Acrylfarben und lackiere die Steine anschließend. Da ich anfangs keine Ahnung hatte, habe ich mich über das Internet informiert

Unsere ersten FrankenStones

und mich anschließend in einem Bastelladen beraten lassen. Zum Beschriften der Steine verwende ich einen ganz feinen Edding. Es ist ganz wichtig, nichts auf die Steine zu kleben, (z.B.: Wackelaugen, Aufkleber…), das in der Natur zurückbleiben könnte.

Was wünschst du dir für die FrankenStones?

Maike Schiel: Die FrankenStones sollen Freude schenken, anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, Alt und Jung zur Kreativität und Achtsamkeit anregen. Da das Steinefinden überhaupt nichts kostet, ist es auch ganz unabhängig von finanziellen Möglichkeiten und für jeden zugänglich.

Vielleicht konnten wir Euch, liebe Leserinnen und Leser, jetzt auch dazu anstiften, FrankenStones zu malen und zu verstecken und zumindest Teil der Facebook-Gruppe zu werden – wir würden uns freuen! Und falls Ihr nicht aus Franken kommt, vielleicht habt Ihr dann ja Lust, Eure eigene Stones-Gruppe zu gründen. Macht echt Spaß, ist kreativ – und glücklich macht es auch, versprochen!

2 Kommentare bei „FrankenStones: Steine bemalen, verstecken – und vielen anderen eine Freude bereiten“

  1. Das ist doch mal ne schöne Idee. Wenn ich so einen Stein finde, würde ich mich riesig freuen. Ich halte in Zukunft die Augen offen.
    LG Anke

  2. sehr kreativ…in meinem kinderurlaub Südtirol habe ich das mit den Kindern auch gemacht 🙂

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