Sechs brandneue Spiele: Tipps für mehr Spaß in Homeschoolhausen

Werbung – Lagerkoller in Homeschoolhausen – bei Euch auch? Um so wichtiger ist es für uns in diesen Wochen, jede Menge Ausgleich zu haben. Was wir gerade besonders lieben und feiern: unsere Spielenachmittage. Damit es dabei nicht langweilig wird, haben wir uns einige Spiele-Novitäten aus unserem Lieblingsladen geholt: dem Spielwarengigant im ERTL, via Click & Collect. Bei der Gelegenheit konnte ich mich davon überzeugen, dass das Einkaufszentrum, in dem wir sonst so gerne herumstreunern, noch steht. In diesem Beitrag stelle ich Euch die Spiele vor, die wir immer und immer wieder spielen wollen, weil sie so lustig, spannend oder/und fantasievoll sind.

 

Mega lustig: „Fette Beute“

In „Fette Beute“ verhalten sich die Spielfiguren ein bisschen wie meine Kinder. Sie wirken – wie meine Kinder – auf den ersten Blick unheimlich nett, gönnen dem anderen aber nicht die Butter auf dem Brot. Bei „Fette Beute“ sind es Eichhörnchen, Waschbär, Hamster, Murmeltier und Biber, die sich gegenseitig den Futtervorrat an verschiedenen Nüssen streitig machen.

So geht’s: Bei diesem höchst kurzweiligen Kartenspiel klaut man sich gegenseitig Eicheln, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne oder stibitzt das alles vom Vorratsstapel – natürlich nach festen Spielregeln und entsprechend der Karten, die man auf der Hand hat. Manch einer kann das verhindern oder das Geklaute wieder holen. Irgendwann aber hat einer der Diebe fünf Futterkarten einer Sorte beisammen – und damit das Spiel gewonnen.

Fazit: „Fette Beute“ ist ein Spiel, bei dem laut gelacht wird, es ist kurzweilig und originell. Vorsicht: Man braucht mindestens drei Mitspieler, was bei uns kein Problem ist, da ich auch gerne mitspiele, weil -> echt lustig!

„Fette Beute“, AMIGO Verlag, 7,99 Euro, 3-6 Spieler ab 8 Jahren, Dauer: etwa 15 Minuten

 

Schnell reagieren: „Clack! Family“

Kennt Ihr das beliebte „Dobble“? „Clack! Family“ funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, ist aber halt mal was anders, was wir originell finden.

So geht’s: Es gibt 51 Karten, zwei Würfel, und eine Scheibe in der Mitte. Sieben der Karten mit jeweils verschiedenen Motiven in verschiedenen Farben liegen mittig um die Scheibe herum aus. Dann wird gewürfelt, die Würfel zeigen etwa: eine Pfote und eine 2. Alle Spieler versuchen nun gleichzeitig, so schnell wie möglich Karten mit exakt den gewürfelten Eigenschaften aus der Mitte zu holen; im beschriebenen Fall alle Karten, auf denen zwei Tiere abgebildet sind. Die geschnappten Karten landen auf dem persönlichen Stapel, die Karten in der Mitte werden wieder aufgefüllt. „Blau und 3“ – Karten mit diesen Eigenschaften gibt es nicht? Dann schnapp dir die „Gibt’s nicht“-Scheibe. Wer sie in seinen Besitz gebracht hat, darf sich alle Karten aus der Mitte nehmen. Wer gegen Ende den größten Stapel angehäuft hat, gewinnt.

Fazit: Ein schönes, schnelles Beobachtungs- und Reaktionsspiel, das die Kinder auch gerne komplett alleine spielen. Daher ist es also mein Lieblingsspiel, hehe.

Clack! Family, AMIGO Verlag, 9,99 Euro, 2-4 Spieler ab 7 Jahren, Dauer: etwa 10 Minuten

Clack Family
Der Sohn prüft, wer den größeren Stapel hat ;-).

 

Geht auch als Solospiel: Träxx

Nach „Qwixx“ präsentiert uns Steffen Benndorf wieder ein Spiel mit ungewöhnlichem Namen: „Träxx!“ Wie der Vorgänger ist auch dieses Spiel in einer Minute erklärt, verstanden – und begehrt.

So geht’s: Jeder Spieler muss auf einem Zeichenblatt eine ununterbrochene Linie über verschiedene Farben- und Zahlenfelder ziehen. Welche Felder jeweils angesteuert werden dürfen, wird über eine Spielkarte vorgegeben. In mehreren Runden entsteht eine immer länger werdende Zick-Zack-Linie. Erreichen die Spieler mit ihrer Linie ein Zahlenfeld, können sie die Pluspunkte des Feldes einsammeln. Am Ende gewinnt der Spieler, der insgesamt die meisten Punkte eingeheimst hat.

Fazit: Ein „mal anderes“, ruhiges Zwischendurch-Spiel, das auch komplett allein gespielt werden darf! Das ist großartig, denn der Sohn kriegt nie genug vom Spielen – und genehmigt sich auch dann eine Runde „Träxx“, wenn wir andere bereits komplett leergespielt sind.

NSV-Verlag, etwa 10 Euro, 1-4 Spieler ab 8 Jahren, Dauer: etwa 15 Minuten

 

Kooperativ und originell: „Silent Planet“

Ein Spiel, bei dem alle Mitspieler schweigend miteinander kommunizieren? „Ein Traum!“, dachte ich nach einem nervenzehrenden Homeschooling-Vormittag voller Gezanke. „Aber – ist das dann auch ein Spiel, das die Kinder mögen?“ Und ob: Der Sohn findet es gleich klasse, da sich bei „Silent Planet“  alles um ferne Sterne und Außerirdische dreht. Das Weltall fasziniert ihn generell sehr, er hat sogar verschiedene Planeten-Bilder in seinem Zimmer hängen. Und dass wir hier nur mit Mimik und Gestik hantieren statt mit Stimme und Brüllen – immerhin befinden wir uns auf dem stillen Planeten -, das finden die Kinder sogar extra lustig. Das bringt die Lautstärke runter, und dennoch verläuft das Spiel spannend und witzig.

So geht’s: Bei diesem kooperativen Spiel müssen alle zusammen Forscherteams aus je fünf gleichen oder je fünf unterschiedlichen Aliens bilden. Jeder Mitspieler hat je neun Handkarten mit verschiedensten Aliens, die jeder von ihnen verdeckt in einer möglichst nachvollziehbaren Reihenfolge auslegt. Einige Karten davon deckt man auf, um den Mitspielern die Logik der Anordnung anzudeuten. Stumm einigen sich die Mitspieler nun im Wechsel auf je eine Karte aus der verdeckten Reihenfolge, von der sie davon ausgehen, dass sie den Alien-Forschertrupp verstärken könnte. Kriegt das Team so viele Forscherteams zusammen, wie es Mitspieler gibt, hat es gewonnen.

Fazit: Der Favorit des Sohnes, was auch an der Weltall-Atmosphäre liegt – und dem lustigen stummen Gestikulieren.

„Silent Planet“, AMIGO Verlag, 7,99 Euro, 2-6 Mitspieler ab 8 Jahren, Dauer: etwa 15 Minuten

 

Tierisch verzockt: „Lama Dice“

Das Spiel könnte auch in „Lama Drama“ umbenannt werden, denn: Wer sich hier verzockt, muss sich anstrengen, um nochmal aufholen zu können und keine spielerische Katastrophe zu erleben. „Lama Dice“ ist die Würfelspielvariante des Kultspiels „Lama“ und ebenfalls vom Erfolgsautor Reiner Knizia erfunden worden. Es erinnert sehr daran, auch in der Würfel-Edition bedeutet „Lama“: „Lege alle Minuspunkte ab“.

So geht’s: Jeder Mitspieler erhält sechs Kärtchen, die jeder loswerden sollte. Wer an der Reihe ist, würfelt – und darf entsprechend der gewürfelten Werte Kärtchen abgeben. Wer keinen der gewürfelten Werte vor sich liegen hat, kassiert ein Strafkärtchen aus der „Lama-Reihe“. Wer sich kein passendes Straf-Kärtchen holen kann, weil es schon woanders liegt, hat sich verzockt – und muss alle anderen Straf-Kärtchen nehmen. Diesem Fall kann man nur vorbeugen, wenn man rechtzeitig aus der Runde aussteigt.

Die Runde endet, wenn alle ausgestiegen sind – oder wenn ein Spieler all seine Karten losgeworden ist. Für die verbliebenen Rest-Karten bekommt man nun Minuspunkte. Wer nach ein paar Runden schließlich mindestens 40 Minuspunkte hat, verliert das gesamte Spiel. Der Gewinner ist der mit den wenigsten Minuspunkten.

Fazit: „Lama Dice“ ist ein cool gezeichnetes Kartenspiel, das nach ähnlichen Regeln wie der „Lama“-Klassiker funktioniert. Ich als Erwachsene bevorzuge letztere Version, da man beim Klassiker mehr Taktik anwenden kann. „Lama Dice“ ist die Zocker-Variante; wer Würfelglück hat, gewinnt hier. Die Kinder finden das völlig gut – da hat auch der kleine Bruder dieselben Chancen wie die anderen Mitspieler.

Lama Dice, AMIGO Verlag, 9,99 Euro, 2-6 Mitspieler ab 8 Jahren, Dauer: 20-25 Minuten

 

Knackig und frisch: Artischocken – Ein „herzloses“ Kartenspiel

Nach einem ungesunden Mittagessen – manchmal muss es beim Homeschooling schnell gehen! – spielten wir zum ersten Mal das gemüsige „Artischocken – ein herzloses Kartenspiel“. Ziel hier ist: Weg mit den Artischocken!

So geht’s: Anfangs hat jeder der Mitspieler einen guten Vorrat an zehn Artischocken. Diese sollen nach und nach auf den Kompost befördert werden. Das gelingt, indem der Vorrat mit verschiedensten anderen Gemüsesorten aufgefüllt wird, die jeweils mit bestimmten Aktionen verbunden sind. So darf etwa eine Karotte mit einer Artischocke kompostiert werden, und auch die Kartoffel bietet mit etwas Glück die Chance darauf. Wer aus seinem Vorrat keine Artischocke mehr nachziehen kann, hat gewonnen.

Fazit: Natürlich war unser Abendessen gesünder als der Mittagshappen, anders geht es nach diesem Spiel nicht. Sehr witzig, wie viel Eigenleben und Charaktereigenschaften das junge Gemüse hat. Es macht Spaß, mit den Karten zu hantieren, und es ist spannend zu sehen, wie sich das Gemüse-Durcheinander irgendwann so lichtet, dass die Artischocken wirklich aus der Welt geschafft sind. Vorsicht: Die Gefühle von Artischocken-Liebhaber könnten bei diesem Spiel empfindlich gestört werden 😉.

Artischocken – Ein „herzloses“ Kartenspiel, AMIGO Verlag, 9,99 Euro, 2-4 Mitspieler ab 10 Jahren, Dauer: 20 Minuten

 

Spielwarengigant im Ertl: Hol dir die tollen Spiele

Wie Click & Collect oder eine Online-Shop-Bestellung funktioniert? Sucht Euch auf der Website des Spielwarengigant das gewünschte Produkt aus, klickt darauf und entscheidet Euch, ob Ihr das Spiel abholen oder geliefert bekommen wollt.

Ganz viel Freude beim Spielen!

2 Kommentare bei „Sechs brandneue Spiele: Tipps für mehr Spaß in Homeschoolhausen“

  1. Sehr schöne Spieletipps. Einige kannte ich noch gar nicht. „Fette Beute“ werde ich mir mal genauer ansehen. Danke für deine Tipps.
    LG Anke

    1. Sehr gern! „Fette Beute“ macht total viel Spaß!

Schreibe einen Kommentar