Youtube-Turnen und Skype-Barbiespielen: Wie wir unseren Familienalltag in der Corona-Krise digitalisieren

Viele Eltern erleben gerade, wie das Homeoffice im Eiltempo digitalisiert wird, wir kommunizieren per Zoom und Skype mit Kollegen und Kunden, planen unsere Projekte über Tools wie Trello und sind ziemlich fasziniert davon, wie gut das alles läuft. Doch nicht unsere Arbeit goes online – auch unser Leben als Familie wird gerade digitalisiert. Einige der Lösungen, die wir für unseren Alltag in Zeiten der Corona-Pandemie finden, sind meiner Meinung nach sogar so gut, dass ich wir sie auch nach der Krise – wann immer das sein wird – beibehalten werden.

Davon erzähle ich Euch jetzt.

Klavierstunde per Videokonferenz

  • Das diesbezüglich erste Aha-Erlebnis hatte ich bei der ersten Skype-Klavierstunde meiner Tochter. Die Lehrerin hatte dazu angeregt, und es lief von der ersten Sekunde an: echt gut. Klar ist der persönliche Kontakt besser, aber meine Tochter und die Lehrerin kommunizieren bestens auch über Tablets. Die Lehrerin sieht, wie meine Tochter alles hinkriegt, meine Tochter schaut ihr auf die Finger. Es klappt. Es ist eine Möglichkeit, die gegebenenfalls auch nach der Krise mal funktionieren kann: Etwa, wenn Lehrerin oder Schülerin mal zu krank sind, um sich zu sehen, aber nicht krank genug, um Klavier zu spielen. Oder wenn mal einer woanders sein will oder muss – dann muss deshalb nicht die Stunde ausfallen.

„Wahrheit oder Pflicht“ per Skype

  • Es sieht irgendwie auch traurig aus, und dennoch haben die Mädels viel Spaß: Meine Tochter spielt gerade supergern „Wahrheit oder Pflicht“ per Skype mit ihrer Freundin. Auch das haut bestens hin. Sie kriegt Aufgaben wie „Klau dir heimlich einen Keks“ oder „Tanz wie eine Ballerina“. Dabei kichern sie und vertreiben sich in bester Kommunikation die Zeit. Was auch geht: Barbiespielen per Skype. Ich finde, so können die Mädels auch nach der Krise mal kommunizieren, wenn für ein echtes Treffen die Zeit fehlt.

Schachspielen online

  • Mit einem Freund des Papas spielt die Tochter sogar Online-Schach. Das ging immer schon, ist zurzeit aber besonders wertvoll. Hierfür gibt es verschiedene Apps.

Kinderturnen auf Youtube

  • Der Sportverein Alba Berlin bietet aktuell kostenlos eine tägliche Kinder-Turnstunde auf Youtube an. Meinem Sohn macht es irre viel Spaß. Es ist zwar so, dass wir uns täglich auch draußen bewegen, aber seine geliebten Kurse wie Fußball und Turnen finden einfach aus bekanntem Grund nicht statt. Da freut er sich, von so netten Kursleitern zu einer Wohnzimmer-Turnstunde angeleitet zu werden.

Online-Shop – geht auch regional

  • Bis vor Kurzem hab ich, ohne großartig nachzudenken, quasi alles bei Amazon bestellt. Durch die Krise ist mir bewusst geworden, wie viele lokale Anbieter ebenfalls über Nacht ihre Waren und Produkte liefern und hey, es ist mir wichtiger, dass der Kindermodeladen in meiner Stadt gut aufgestellt ist als dass es der anonyme Großkonzern ist. Also: Wir bestellen jetzt lokal, wo immer es geht, und werden das auch in Zukunft beibehalten, versprochen. 

Kochboxen online ordern

  • Was wir auch ohne Corona immer wieder gern gemacht haben: Kochboxen bestellen. Da werden dann Rezepte und Zutaten für mehrere Tage geliefert. Das spart viel Planungs- und Einkaufszeit. Gleich heute werde ich wieder bestellen, denn öfter als nötig sollten wir halt derzeit nicht zum Einkaufen gehen. In stressigen Zeiten werde ich das auch ohne Virus immer wieder mal machen.

 

Kreativer Austausch auf Facebook

  • Wir basteln das – was bastelt ihr? Es macht mir und den Kindern große Freude, sich gerade von verschiedenen Bloggern inspirieren zu lassen, was man alles basteln könnte. Und dann zu schauen, was andere aus der Idee gemacht haben. Ein toller, inspirierender Austausch ist das! Beispiel: Sehr viele Familien malen derzeit Regenbögen für ihre Fenster, um nach draußen ein hoffnungsvolles Signal zu senden. Sehr spannend, wie das bei anderen aussieht. Lasst uns solch gegenseitige Motivation bitte beibehalten!

Wie ist es bei Euch, was habt Ihr gerade ins Internet verlegt, inwiefern haben sich Teile Eures Alltags digitalisiert? Ich würde mich über einen guten Austausch und viele weitere Ideen freuen! Gemeinsam sind wir stark!

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