Nürnberg bei Schlechtwetter: Was tun mit den Kindern? Autorin Anke Landleiter verrät die besten Tipps

Urlaub daheim ist in diesem Jahr angesagt – auch und gerade im Herbst und im Winter. Aber was unternimmt man am besten in unserer schönen fränkischen Heimat, wenn es herbstelt und der Winter vor der Tür steht? Ich hab bei meiner Bloggerkollegin Anke Landleiter nachgefragt, was sie für die Wintersaison in Nürnberg empfiehlt. Sie hat die besten Tipps für die Stadt parat, denn immerhin hat sie das wunderbare Buch – Achtung, Werbung! – „111 Orte für Kinder in Nürnberg, die man gesehen haben muss“ (Emons Verlag, 16,95 Euro) geschrieben. Ich empfehle Euch es von Herzen, wenn Ihr aus der Gegend stammt, denn Anke hat tatsächlich viele auch noch unbekanntere Sehenswürdigkeiten für die ganze Familie zusammengetragen. Es macht sogar schon Spaß, nur im Band zu blättern, denn jedem der 111 Orte hat Anke ein ganzseitiges Foto spendiert. Eine tolle Dokumentation der Möglichkeiten für Kinder im Städtchen ist das geworden.

 

Was tun bei schlechtem Wetter in Nürnberg?

Mama und die Matschhose: Anke, was tun? Es regnet, der Familie ist langweilig daheim. Was kann man bei so einem Wetter in Nürnberg anstellen?
Anke Landleiter: Eine ganze Menge. Nürnberg hat sehr viele, interessante Museen, die auch ein breites Angebot für Kinder anbieten. Wir sind zum Beispiel sehr begeistert gewesen vom Museum Industriekultur. Allein der Name des Museums klingt nicht sehr spannend, aber die Ausstellung ist der Hammer. Man taucht in die industrielle Vergangenheit der Region ein und der Besucher ist förmlich mittendrin im harten Arbeitsleben des frühen letzten Jahrhunderts. Die Ausstellung ist wirklich toll gemacht.

Wo mein Sohn auch immer „hier“ schreit, ist beim Besuch des Kinder- und Jugendmuseums. Hier können die Kinder wirklich Museum erleben, ausprobieren, anfassen, begreifen. Es gibt Workshops und wechselnde Ausstellungen, die den Kindern etwas über die Feuerwehr, den Naturschutz oder das Leben der Großeltern erfahren. Unbedingt mal hin.

Wer nicht ins Museum möchte, dem seinen auch die Marionettentheater der Stadt zu empfehlen. Zum Beispiel Mosers Marionettentheater mit wechselnden Märchenvorführungen oder das Nürnberger Marionettentheater im putzigen Apollotempel des Cramer-Klett-Parks. Wer Lust auf sportliche Betüchtigung hat, kann beim Schwarzlicht-Minigolf sein Bestes geben oder in der Trampolinhülle um die Wette hüpfen.

Und wo kann man hinterher Kuchenessen gehen?
Anke Landleiter: Wir waren das letzte Mal lecker Kuchen essen im Katzencafé in der Lorenzer Altstadt. Das Café ist wirklich etwas ganz Besonderes, weil es hier leckeren veganen Kuchen gibt und die Katzen im Mittelpunkt stehen. Die Katzen leben dort im Café und die Besucher können sie streicheln oder
ihnen einfach nur zusehen. Mein Sohn war begeistert. Ich mit meiner Katzenallergie allerdings weniger ;-). Im hauseigenen Café des Kindermuseums kann man übrigens auch sehr leckeren, selbstgebackenen Kuchen essen.

 

Märchenspaziergang oder Walderlebnispfad?

Was empfiehlst du für Herbst- und Wintertage bei schönem Wetter?
Anke Landleiter: In meinem Buch habe ich versucht, Draußen- und Drinnenaktivitäten bunt zu mischen. Nürnberg hat ja viele kleine, grüne Oasen und Naherholungsgebiete – auch mitten in der Stadt. Zum Beispiel das Pegnitztal-Ost. Dieses könnt ihr am besten mit dem Fahrrad entdecken und dabei noch die
einzelnen Stationen des NaturErlebnisPfades entdecken. Das macht super Spaß. Wo es auch immer wieder schön ist, ist der Reichswald beim Tiergartengelände. Dort im Schmausenbuck gibt es viel zu entdecken. Dort könnt ihr an einer der Märchenspaziergänge teilnehmen, dem Walderlebnispfad erkunden oder auf den Schmausenbuckturm hinaufsteigen. Und wer lieber mit dem Fahrrad fährt, kann seine Fahrkünste am Zabo-Trail mitten im Wald beweisen.

Was ist Dein persönlicher Lieblingsort für die ganze Familie in der Stadt?
Anke Landleiter: Wir haben uns ein bisschen in die Sanddüne im Erlenstegener Forst verliebt. Dort ist es toll und irgendwie unwirklich. Eine große Sandfläche mitten im Wald, wo die Kinder einfach laufen können. Am besten eine Picknickdecke mitnehmen, dann lässt es sich dort gut aushalten. Was uns auch sehr viel Freude gemacht hat, war unser Besuch bei den frechen Eichhörnchen auf dem Westfriedhof. Die Tierchen sind dort so zutraulich und neugierig und lassen sich wunderbar beobachten. Das war auch ein super schönes Erlebnis.

Danke, Anke, für Deine tollen Tipps!

Ihr könnt Ankes Buch beim Buchhändler um die Ecke oder etwa auch bei Amazon kaufen! Große Empfehlung!

Habt Ihr vielleicht auch noch Tipps für Nürnberg im Winter? Ich würde mich freuen!

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