Ravensburger Spieleland: Mit Gummienten und Max Mäuseschreck im verrückten Labyrinth

Wir sind eine Zocker-Bande: Lange Spieleabende mit Freunden waren schon immer unsere große Leidenschaft. Als wir dann selbst Kinder bekamen, war es um die geselligen Abende eine Weile geschehen. Jetzt aber sind unsere Kinder endlich in einem Alter, in dem wir mit ihnen nicht mehr nur Bauklötze staunen, sondern sie mit den Junior-Ausgaben von Scotland Yard, Siedler von Catan oder Carcassonne schon langsam an unsere Lieblingsspiele-Klassiker heranführen können. Als wir davon hören, dass in der Nähe des Bodensees das Ravensburger Spieleland einen Freizeitpark mit über 70 Attraktionen für spielfreudige Familien bietet, ist sofort klar: Da müssen wir hin!

Wir sind sehr gespannt, als wir uns dem oberschwäbischen Örtchen Meckenbeuren unweit des Bodensees nähern. Im dortigen Ravensburger Spielepark soll es nämlich nicht darum gehen, möglichst viel Action und Adrenalinkicks zu verursachen – hier soll mitgemacht und gespielt werden, immerhin steckt die Ravensburger AG hinter dem Vergnügungsareal. Die Firma mit dem bekannten und seit 1974 unveränderten dreieckigen blauen Logo in der Ecke ist einer der führenden Anbieter von Puzzles, Spielen und Lernartikeln in Europa.

Ravensburger Spieleland: Lustiger Ritt auf der Kuh

Wer schon immer dachte, wir wären alle nur Figuren in einem großen Spiel, wird sich auf dem Fußmarsch vom Parkplatz zum Park bestätigt fühlen, wo überdimensionierte Spielfiguren den Weg säumen: Gleich hinter dem Eingang erkunden wir einen der acht Themenbereiche des Parks, die „Grüne Oase“. Die Kinder springen sogleich auf ein Karussell aus einer wilden Schar von Bauernhof-Tieren: Kühe, Schweine, ein Steinbock und viele andere Viecher drehen gemeinsam mit meinen Süßen ein paar Runden im Kreis herum. Da lachen ja nicht nur die Hühner!

Wir schlendern weiter und gelangen zur BRIO-World. Der Holzeisenbahnhersteller überrascht uns hier etwa mit dem „Brio Wellenreiter“, bei dem wir uns in einem Schiff innerhalb einer Halfpipe von links nach rechts und im Kreis herum bewegen – wir erleben ein Gefühl, als wären wir auf stürmischer See. Mit Baggern graben wir danach eine echte Kiesgrube aus, wir flitzen eine Sommerrodelbahn hinab und sind als Wasserpolizei auf Gangsterjagd.

Lost im Verrückten Labyrinth

Einen Themenbereich weiter aber stecken wir erst mal fest: Wir verirren uns im „Verrückten Labyrinth“ in der „Kunterbunten Spielewelt“ – und erleben, was den Park von anderen unterscheidet: Wir sind hier Figuren in beliebten Ravensburger Spielen, die im XXL-Format an verschiedenen Ecken des Parks zu finden sind, und bewegen uns durch verschiedenste Welten.

Im „Verrückten Labyrinth“ geht es darum, dass wir uns einen Weg durch einen Irrgarten bahnen und nacheinander vier Figuren in den verschiedensten Ecken finden. Auf dem Weg verlaufen wir uns erst einmal; irgendwann aber haben wir unsere Aufträge erfüllt und gelangen zurück zum Ausgang, wo wir einen Zeitstempel bekommen. Wer für seine Mission weniger als vier Minuten benötigt hat, hört eine Siegesfanfare. Ein großer Spaß!

Tatütata: Wer ist der Schnellste im Feuerwehrspiel?

Genauso gut gefällt uns die Maxi-Version des „Feuerwehrspiels“ von Ravensburger: In Zweierteams bewegen wir ein Feuerwehrauto durch Kurbeln die Straße hinab zu einem Hausbrand. Dort angekommen, steigen wir aus, nehmen den Feuerwehrschlauch, löschen den Brand und fahren wieder zurück. Das Ganze funktioniert im Wettstreit mit andere Teams, das schnellste gewinnt.

In „Tempo, kleine Schnecke!“ fahren die Kinder in Schnecken-Autoscooter und stupsen einander an. Auch dem „Nilpferd in der Achterbahn“ ist ein eigenes Fahrgeschäft gewidmet, für das die Kinder noch zu jung sind; sie nehmen lieber im Gummienten-Karussell Platz, das wir alle niedlich finden.

Im Gummikutter zu Gast bei Käpt’n Blaubär

Und es geht noch weiter. Im „Entdeckerland“ fahren wir im Moon Racer über fremde Planeten, in „Käpt’n Blaubärs Wunderland“ kreiseln wir im quietschgelben Gummiboot um die eigene Achse, wir lassen uns in einer spaßigen Gondelfahrt vom Seemannsgarn des blaufelligen Kapitäns einwickeln und rutschen auf einem der zahlreichen Spielplätze aus einem Leuchtturm hinaus.

Ravensburger Spieleland: Ein Fototermin mit der Maus

Anschließend sind wir bereit für ein Date mit der Maus und dem Elefanten, die sich geduldig mit jedem Kind, das möchte, fotografieren lassen. Ein Thrill in der „Maus und Elefant Erlebniswelt“ ist die Fahrt im Freifallturm, der auch den Kleinen großen Spaß bereitet. Selbst zur Maus werden wir im „Mitmachland“, wo wir als Figuren der XXL-Variante von „Max Mäuseschreck“ von einer Hebebühne aus Softbälle in die Löcher eines riesigen Schweizer Käses schießen. Das Team, das die meisten Löcher trifft, gewinnt.

Es gibt im Ravensburger Spieleland irre vieles zu entdecken und zu bespielen – es ist eine herrlich große Spielwiese, die mit viel Fantasie und großer Detailliebe gestaltet wurde.  Auf actionreiche Fahrgeschäfte und Rummelmarktattraktionen, wie wir sie aus anderen Freizeitparks kennen, wird hier bewusst verzichtet. Wir würden das Ravensburger Spieleland am ehesten mit dem Playmobil Funpark in Zirndorf vergleichen. Zwischen den Spielewelten gibt es immer wieder Shops mit (teilweise preisreduzierten) Spielen oder Plätzen, an denen man sich zum Puzzeln ausruhen kann. Als einzige Kritik möchte ich anmerken, dass die Angaben, ab welchem Alter Kinder die Attraktionen alleine nutzen dürfen, etwas übervorsichtig getroffen wurden: Mein Sohn hat im Alter von drei Jahren schon so manche Attraktion in anderen Parks ausprobieren dürfen, die hier vergleichbar erst ab sechs allein erlaubt ist. Dennoch, das Ravensburger Spieleland bedeutet für alle Spieler von 0 bis 99 Jahren großen Spaß. Es ist witzig, mal selbst zur Figur zu werden – und beim Spielen daheim werden wir uns in Zukunft immer daran erinnern. Lustig wäre, wenn wir hier in Oberschwaben eines Tages auch Hubi, das Gespenst, schnappen, das Sagaland entdecken oder als Detektiv in Scotland Yard Mister X jagen könnten.

Wusstet Ihr, dass der Klassiker „Memory“ 1959 bei Ravensburger erschienen ist und seitdem 50 Millionen mal verkauft wurde? Auf immerhin 5 Millionen Stück bringt es „Lotti Karotti“, und 1,2 Millionen Mal ging „Tempo, kleine Schnecke!“ über die Ladentheke. Unser Lieblingsspiel von Ravensburger ist neben „Schnappt Hubi“ das leider nicht mehr lieferbare „Jagd der Vampire“, das beim Erscheinen 1991 für Kinder ab 10 empfohlen wurde, aber heute von unseren Vier- und Sechsjährigen problemlos gemeistert wird.  Aktuell spielen wir auch gerne „Die freche Sprech-Hexe„, die nicht nur lustig, sondern auch pädagogisch wertvoll daherkommt.

Was ist Euer Lieblingsspiel von Ravensburger?

Ein Kommentar bei „Ravensburger Spieleland: Mit Gummienten und Max Mäuseschreck im verrückten Labyrinth“

  1. […] in der malerischen Umgebung. Auch der Bodensee ist von hier aus sehr gut zu erreichen, oder das Ravensburger Spieleland. Für uns ist klar, dass wir einmal wiederkommen. Bis es so weit ist, müssen wir uns unsere […]

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