Torte essen in Todtnauberg: Himmlische Tage im Familotel Engel im Schwarzwald

„Wann sind wir endlich da?“, fragen die Kinder quengelnd. Ich habe Verständnis dafür – eine viereinhalb stündige Autofahrt in den Schwarzwald ist freilich anstrengend für sie. Bedauerlich nur, dass sie bereits nach zehn Fahrminuten die Geduld verlieren. Es ist gut für alle, dass sie nach weiteren zehn Minuten einschlafen und die kommenden zwei Stunden dadurch für alle gefühlt sehr schnell vergehen. Als wir uns nach weiteren zwei Stunden unserem Ziel nähern – Todtnauberg in 1000 bis 1400 Höhenmetern im Herzen des Südschwarzwaldes – und sich das Auto ewige Serpentinen hinaufschlängelt, wird die Laune nicht besser. Und dann ist plötzlich alles anders: Als wir vom Berg ins Tal hinab und auf wunderschöne, waldige Hügellandschaft blicken, schlägt die Stimmung komplett um. „Wow“, sagt unsere Tochter. „Das sieht so schön aus!“
Als uns schließlich am Ankunftsort, dem Parkplatz des Familienhotel Engel, eine überlebensgroße Schwarzwälder Kirschtorte begrüßt, über die sich die Kinder am liebsten hermachen würden („Ist die echt?“), wissen wir: Hier wollen wir bleiben, ein paar schöne Tage verbringen – und natürlich: Torte essen.

Familotel Engel: Höchster Spaß in der Kinderbetreuung

Wir werden herzlich begrüßt – und gleich in unser Familienapartment gebracht. Es ist wunderbar: Auf 58 großzügigen Quadratmetern ist mehr als genug Platz für uns vier und unser Gepäck – wir freuen uns über die schönen, hellen Möbel, den Tisch mit den frischen Blumen, den französischen Balkon mit seiner tollen Aussicht.

Es gibt Bademäntel – auch für die Kinder, WLAN, eine Küchenzeile, die wir allerdings bei den köstlichen kulinarischen Angeboten des Hotels kaum nutzen dürften. Unser Mädchen freut sich besonders über das Stockbett, denn so eins hätte sie auch gern daheim – endlich darf sie mal hoch oben schlafen.

Obwohl wir uns eigentlich am Vorabend hätten anmelden sollten, haben wir Glück mit der Kinderbetreuung: Die Kinder dürfen einfach dazustoßen – und darauf haben sie sich am meisten gefreut. Es ist auch toll: Sie basteln und bemalen ein hölzernes Flugzeug, gehen Hasen füttern und schließen neue Freundschaften beim Toben im Raum. Sie haben so viel Spaß, dass wir am kommenden Tag große Probleme haben sollten, sie zu einem Ausflug zu überreden …

Sündige Schlemmerei im himmlischen Hotel Engel

Abends wird uns ein tolles Menü aufgetischt. Es gibt hier zum Einstieg jeweils eine Suppe, dann Salat vom Büffet. Beim Hauptgang können wir wählen zwischen vegetarischen und Fleisch-Gerichten, oft gibt es auch Fisch. Die Kinder bestellen von einer üppigen Kinderkarte, deren Angebot von Pfannkuchen über Hähnchennuggets bis Nudeln reicht. Der Nachtisch? Ist sündig lecker, obwohl wir im Hotel Engel sind :-).
Am zweiten Abend gibt es Fondue, auf das ich mich tierisch freue: Ich habe es seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen, und immer gemocht. Im Hotel Engel ist es eine Spur edler als früher zu Hause: Es gibt Scampi, unterschiedliche Fleischsorten, verschiedenes Gemüse und wundervolle, selbst zubereitete Dips. Harry und ich bekommen einen Topf mit Brühe an den Tisch gebracht und holen uns die Fondue-Zutaten vom Büffet. Es ist ein Candlelight-Dinner für uns, denn die Kinder verbringen den Abend zuerst beim Kinderessen und dann in der Kinderdisco. Erst zum großen Abendessen-Finale – beim Gang zum Schokobrunnen – sind sie wieder da.

Vom „Gasthaus zum Engel“ zum Familotel

Das Hotel Engel ist ein Viersternehaus mit Geschichte: Seit 1932 ist es in Besitz der Familie Boch, zuerst als „Gasthaus zum Engel“, irgendwann als kleines Gästehaus mit 12 Zimmern und seit 2009 viel größer, weil das Nachbarhaus zugekauft wurde. In diesem Jahr ist das Haus Mitglied der Familotel-Kette geworden, was bedeutet, dass Familien mit Kindern noch mehr als bisher zum Schwerpunkt wurden. 42 Stunden Kinderbetreuung gibt es hier an sieben Tagen die Woche (für Kinder ab drei), Kinder von einem halben bis zwei Jahren werden 18 Stunden pro Woche betreut. Wir entdecken tolle Spielplätze ums Haus herum, inklusive Trampolinen und Seilbahn, zum Abendessen werden Malsets serviert – und zum Frühstück kommt das beliebte Familotel-Maskottchen, der Clowns Happy. Mini-Brezen, Donuts und alles, was auch das kleine Schlemmer-Herz begehrt, gibt es übrigens auch zum Frühstücksclown dazu.

Wir Erwachsenen werden derweil aber auch nicht vernachlässigt: Uns besucht Seniorchefin Walburga Boch am Tisch, wie alle anderen Gäste auch – und erzählt uns ein bisschen vom Haus, vom Ort, vom Wetter. Eine sehr authentische, herzliche Dame. Auch im Schwimmbad und in der Sauna lassen wir es uns gutgehen: Es gibt eine finnische Sauna mit 90 Grad, ein Sanarium mit 60 Grad, eine Infrarotkabine – und einen Wintergarten mit gemütlichen Liegen, auf denen wir zeitvergessen in unseren Büchern schmökern.

Hochschwarzwald Card: Kostenloser Eintritt zu 100 hochwertigen Attraktionen

Dann aber erkunden wir auch die Gegend – und auch hier überrascht uns zunächst das Hotel: Ab zwei gebuchten Nächten erhält jeder Gast die sogenannte Hochschwarzwald Card, die uns kostenlosen Eintritt zu mehr als 100 hochwertigen Attraktionen ermöglicht, inklusive Ponyreiten, Klettern, E-Bike mieten sowie einem Freizeitpark und Sommerrodeln. Im Winter beinhaltet die Karte sogar Skipässe! Das alles spart hohe Eintrittsgelder. Wir verwenden die Karte an unserem ersten Ausflugstag, um die rasanteste und längste Rodelbahn Deutschlands auf dem Erlebnisberg Hasenhorn zu testen. Hoch über der Schwarzwaldstadt Todtnau erhebt er sich auf bis zu 1020 Metern Höhe. Schon die Bergfahrt mit dem Doppelsessellift ist spektakulär, denn wir können dabei Profi-Mountainbiker beobachten, die hier extreme Steilkurven hinuntersausen. Dann aber sind wir selbst dran: Mit Blick hinab aufs schöne Todtnau steigen wir in die Rodel ein, die uns 2,9 Kilometer über steile Kurven, wilde Wellen und tolle Kreisel wieder ins Tal hinabbringen sollen. Meine Sorge, es könnte zu heftig für den 4-Jährigen werden, war übrigens umsonst: Er juchzt und jauchzt vor Vergnügen, als es rasant den Berg hinabgeht. Es ist einfach genial, was auch der Sohn findet: „Das war mein schönstes Erlebnis“, sagt er unten.

Auf dem Weg zurück zum Hotel halten wir noch, um einen kurzen Spaziergang zu den Todtnauer Wasserfällen zu machen, der auch für die Kinder passend ist. Schön ist es hier.

Steinwasen Freizeitpark: Rodeln, Wildwasser und VR-Kino

Unser zweiter Ausflugstag führt uns in den Freizeitpark Steinwasen – der Eintritt ist, ebenfalls dank der Hochschwarzwald Card, für uns auch wieder kostenlos. Toll! Wir sind auch hier wieder begeistert. Der Park nutzt die Umgebung, in die er gebaut ist, perfekt – und bietet seinen Besuchern zwei tolle Sommerrodelbahnen von ungefähr einem Kilometer Länge; beim Hinabsausen sehen wir Hirsche und Wildschweine, die ebenfalls im Park in Gehegen leben und die wir später beim Spaziergang durch den Wildpark-Bereich noch genauer beobachten. Wir machen eine Wildwasserfahrt, nutzen die Indoor-Rodelbahn sowie den Gletscher-Express – einer Indoor-Achterbahn, die auch für eine zusätzliche Leihgebühr mit VR-Brille genutzt werden kann. Ein Fahrgeschäft, das wir eher im Europapark als in diesem charmanten Gebirgs-Freizeitpark vermutet hätten, macht uns ebenfalls großen Spaß: Beim XD Dark Ride erleben wir eine interaktive Kino-Attraktion, bei der wir durch Effekte wie Wind, bewegliche Stühle und durch Lichtpistolen mitten im Geschehen sind. Wir gehen mit den Pistolen auf Banditenjagd und müssen unsere Ziele vor den anderen Fahrgästen treffen, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Spektakulär!

Lourdes-Grotte und Schwarzwaldklinik

Nach dem Parkvergnügen wollen die Kinder wieder dringend in die liebevolle Kinderbetreuung des Hotels. Ich schaue mir derweil wandernd und joggend die Gegend an, genieße die Blicke in die herrliche Landschaft und auf grasende Kühe und entdecke eine Lourdes-Grotte, die seit 1908 im Wald hoch oben über der Ortschaft steht.

 

Harry setzt sich nochmal ins Auto und fährt die Drehorte seiner geliebten Fernsehserie „Die Schwarzwaldklinik“ ab. Nach unseren Aktivitäten treffen wir uns wieder – zur Schwarzwälder Kirschtorte natürlich, die im Hotel Engel nach einem Rezept des Großvaters gebacken wird.
Herrlich ist es hier, wir haben uns alle arg in die Gegend und das tolle Familotel verguckt – und die Kinder quengeln bei der Heimreise schon wieder, dieses Mal allerdings nicht wegen der Autofahrt. Dieses Mal heißt es: „Wann fahren wir wieder dahin?“


Ihr wollt noch mehr Infos zum Hotel Engel haben? Die kriegt Ihr – auf der Homepage des Hauses.

Offenlegung: Wir haben das Familotel Engel im Rahmen einer Pressereise besucht, die bedingungslos stattfand. Wir sind ehrlich begeistert vom bezaubernden, familienfreundlichen Haus, seinem liebevollen Personal und der wunderschönen Schwarzwälder Gegend. Herzlichen Dank für die Einladung.

6 Kommentare bei „Torte essen in Todtnauberg: Himmlische Tage im Familotel Engel im Schwarzwald“

  1. Solche Art von Urlaub mag ich ja auch. Kühe, viel Grün, Wasserfälle, gutes Essen. Das Hotel werde ich mir mal merken.

  2. Das klingt phantastisch, nach richtig viel Spaß, Erholung und einer wunderschönen Umgebung! Ich glaube, wir sollten auch mal ein Familotel ausprobieren.

  3. Hallo, wir verbringen bald ein Wochenende im Hotel Engel. Frage: Wie gelange ich zur Lourdes-Grotte? Lieben Dank.

    1. Es gibt zwei Wege dorthin. Ich beschreib Dir mal den schnelleren: Wenn Du vor dem Hotel stehst und auf das Hotel blickst, geht es nach links und dann einen Bergweg hoch – einen Kreuzweg entlang. An dessen Ende ist die Grotte im Wald. Irgendwann stehen auf dem Weg auch Schilder, die zum Ziel weisen. Der Weg ist, abgesehen von den letzten Schritten, sicher auch etwa mit dem Kinderwagen zu machen.

      1. Vielen Dank! Wie lange hattest du für den Weg, damit ich es ein wenig einschätzen kann. Lieber Gruss

  4. Hallo Nadine, das sieht nach richtig Spaß aus. Tolle Bilder, da bekommt man gleich Lust, obwohl ich nicht so der Fan von solchen Urlaubsorten bin.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    LG Nicole

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