Südtirol: Wo Kinder spielerisch Skifahren lernen (und: Himmlisch schlafen im Hotel Almina bei Sterzing)

Immer wenn wir in Richtung Italien fahren, werde ich spätestens auf der Höhe von Innsbruck hocheuphorisch: Einzigartige Gebirgsformationen türmen sich neben der Autobahn auf, und obwohl ich lange Autofahrten nicht leiden kann, genieße ich ab hier einfach die Landschaft – im Sommer das pralle Grün und die sonnengefluteten Berge, im Winter die mit extra viel Schnee bedeckten Gipfel.
Wenig später, am Brenner, schaltet mein Gehirn dann komplett auf Urlaub um: In Südtirol kommt zu der atemberaubenden Bergwelt auch noch das Italienische hinzu. Und das Beste: Vom Brenner aus haben wir es nicht mehr weit bis zu unserem Domizil für ein langes Skifahr-Wochenende. Das acht Kilometer lange Jaufental liegt in der Nähe der Autostrada gen Süden – kommt aber sehr unberührt daher, ohne Lärm und Hektik. Unaufgeregt ist es hier, aber sommers wie winters entdecken wir zauberhafte Landschaften, tolle Unterkünfte, wundervolle, historische Städte – und das Essen, das ist auch fantastisch. Wir fahren durch das Winterwunderland, das sich hier derzeit auftut, zu unserer Unterkunft bis auf 1100 Metern Höhe: zum familienfreundlichen Hotel Almina bei Sterzing, einem Viersternehaus, das erst vor rund zwei Jahren eröffnet hat und in dem tatsächlich alles brandneu ist.

Stylisch und großzügig: das neue Hotel Almina

Wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Der großzügige, helle Empfangsbereich ist stylisch dekoriert: Ein Skifahrer scheint über unsere Köpfe hinweg zu springen, lustig ist das, und cool. Die Dame an der Rezeption ist herzlich und gibt uns alle wichtigen Infos, fürs Abendessen genauso wie für den nächsten Tag: Denn der kostenlose Bus ins Skigebiet Ratschings-Jaufen hält gleich vor der Tür.
Und dann gehen wir erstmal ins Zimmer, stellen die Koffer in eine Ecke und freuen uns auch hier über Großzügigkeit: Die Betten sind riesig, es gibt im Badezimmer eine Eckwanne, und wir haben überall viel Raum für uns vier – und einen wundervollen Blick zur Schneelandschaft draußen.
Natürlich wollen wir vor dem Abendessen noch das hoteleigene Schwimmbad erkunden und uns dort von der langen Autofahrt erholen. Eine Röhrenrutsche mit tollen Lichteffekten gibt es hier – die Kinder sind also erstmal für die nächsten zwei Stunden beschäftigt…
Harry und ich wechseln uns derweil mit Saunagängen ab. Es gibt im Wellness-Bereich verschiedene Saunen, ein Dampfbad, eine Infrarotkabine und verschieden Ruhebereiche. Auch hier ist alles hell, neu und herrlich.

Beim Abendessen im Hotel Almina setzen wir Südtiroler Speck an

Beim Abendessen tischen uns die freundlichen Kellner ein Menü auf, dazu gibt es Suppen und Salate vom Büffet. Auch für die Kinder gibt es ein Menü – und die Nudelsuppe zum Selberholen, die geht bei unseren Mäusen immer. Die Weinkarte des Hotel Almina ist ebenfalls erwähnenswert: Hier wird aufgefahren, was Südtirol zu bieten hat. Doch, oh Schreck: Ich merke schon, dass ich am kommenden Tag auf der Piste Vollgas geben muss, um den Südtiroler Speck, den ich mir hier anfuttere, wieder loszukriegen.

Doch das ist kein Problem. Rund 20 Minuten vom Hotel entfernt ist das Skigebiet Ratschings-Jaufen. Ich buche für meine Tochter einen Skikurs, wir leihen beide die Ausrüstung aus; unsere Männer vertreiben sich derweil die Zeit auf einer Hütte. Gleich neben der Bergstation finden wir das eigens konzipierte Übungsgelände für Kinder, das von der eigentlichen Piste abgegrenzt ist, was ich gut finde: Immerhin steht meine Süße zum ersten Mal im Leben auf Skiern! Doch: Sie lernt schnell, was auch an den liebevollen Lehrern liegt, und kann sich bald halten, erste Pflugkurven fahren, bremsen – bis es auf einem Snow-Carpet wieder den Kinderhügel hinauf geht. Ich schaue ein wenig zu und mache dann selber die Pisten unsicher: Traumhafte Abfahrten sind das! Als ich meine Tochter wieder abhole, bemerkt sie: „Mama, ich fahr besser als du, du brauchst ja noch Stöcke“. Und: „Morgen will ich nochmal!“

Sterzing: Weihnachtsmarkt im Januar

Am Nachmittag schauen wir uns das zauberhafte Städtchen Sterzing an, das nur wenige Fahrminuten von Hotel und Skigebiet liegt. Was wir besonders toll finden: Bis nach Heiligdreikönig dauert hier der Weihnachtsmarkt, wir können also noch im Januar im Weihnachtstaumel schwelgen und uns tolle Südtiroler Kugeln für unseren Baum leisten. Auch das 46 Meter hohe Wahrzeichen Sterzings, der Zwölferturm, beeindruckt uns sehr. Nach dem Tag auf der Piste sind wir allerdings zu müde, um hinaufzusteigen…

Klar ist: Nach diesem Tag schmeckt uns das Abendessen nochmal so gut. Und: Das Lammkarree des meisterhaften Hotelkochs werde so schnell nicht vergessen, er bringt damit den gesamten Speisesaal zum Schwelgen (jedenfalls die Fleischesser 😉 ).

Skifahren mit Kind: Im Schneepflug den Rosskopf hinab

Tags darauf sind die Tochter und ich wieder fit für die nächste Runde Skifahren, dieses Mal testen wir das Skigebiet Rosskopf. Um hinaufzukommen, können wir gleich in Sterzing in die Gondel steigen. Eigentlich sollte es am Rosskopf noch sonniger sein als im Gebiet Jaufen-Ratschings, doch wir erwischen einen Nebeltag. Macht nichts, Skifahren ist immer besser als nicht skizufahren, egal bei welchem Wetter. Im Büro der Skischule heißt es allerdings, für den Kinder-Skikurs bräuchte Antonia Vor-Erfahrung; der Skilehrer sagt aber, das werde schon klappen. Ich vertraue darauf und mache mich auf eigene Faust durchs Nebel-Skigebiet, will aber später bei Antonias Kurs Zaungast spielen. Doch: Kein Kind ist mehr im Kinderbereich zu sehen. Sind sie wegen des Nebels in die Hütte gegangen? Ich fahre weiter, eine steile Piste hinab. Plötzlich entdecke ich dort meine Tochter, inmitten eines Trupps Skifahrer: Sie schneepflugt hinter dem Skilehrer den Berg hinab und hat mit ihrem Kurs den Babyhang verlassen. Wahnsinn! Ich schaue zu, mache Fotos und Videos – total selig darüber, dass ich nun ein echtes Schihaserl in der Familie habe!
„Mama, es war so toll“, schwärmt meine Tochter, als ich sie später abholte, und ich freue mich, dass der Skilehrer ihr so viel zugetraut hat: Da lernt sie was!

Bis bald, schönes Jaufental!

Den Nachmittag verbringen die Kinder bei der liebevollen Kinderbetreuung des Hotels Almina, wo sie T-Shirts bemalen, im Bällebad toben und lustige Spiele kennenlernen dürfen: Cool! Harry und ich genießen einmal mehr den wundervollen Wellness-Bereich.
Viel zu schnell geht unser Wochenende im kinderfreundlichen Hotel inmitten des Winterwunderlands zu Ende. Ich bin begeistert von beidem: Im Hotel sind Familien herzlichst willkommen, im Skigebiet ebenfalls: denn im Vergleich zu den Skizirkus-Arenen der größeren Gebiete geht es hier unaufgeregter und überschaubarer zu, was ich gerade für Familien mit Anfänger-Haserln perfekt finde. Ein Urlaub im Jaufental? Jederzeit wieder!

Weitere Infos zum Hotel Almina und zu den Skigebieten Rosskopf und Ratschings-Jaufen

Mehr Infos zum Hotel Almina findet Ihr auf der hoteleigenen Webseite.
Infos zum Skigebiet Ratschings-Jaufen findet Ihr hier, und zum Rosskopf hier. Außerdem habe ich in einem eigenen Artikel recherchiert, wie und ab wann Kinder am besten Skifahren lernen.

4 thoughts on “Südtirol: Wo Kinder spielerisch Skifahren lernen (und: Himmlisch schlafen im Hotel Almina bei Sterzing)”

  1. Das sieht ja ganz phantastisch aus! Wir planen dieses Jahr auch einen Winterurlaub und deine Bilder und dein Bericht haben mich darin auch bestärkt. Familienhotels lieben wir auch, da sie einfach perfekt auf Kinder abgestimmt sind. Und wenn es den Kindern gut geht, na dann den Eltern sowieso.

    Liebe Grüße

    Christine

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