Die Krimmler Wasserfälle – ein atemberaubendes Erlebnis für die ganze Familie

Ganz schön nass, wenn man unten an den Krimmler Wasserfällen steht. Da, wo die Wassermassen nach einer Fallhöhe von 380 Metern auf die Felsen schlagen, entsteht dichter Sprühnebel, der die Menschen einhüllt, die nahe kommen. Nass – und vor allem mächtig ist dieses Spektakel, das uns die Kraft der Natur vor Augen führt. Die Krimmler Wasserfälle sind die höchsten Wasserfälle Österreichs und die fünfthöchsten der Welt – und ein lohnendes Ausflugsziel im Salzburger Land, auch für Familien mit Kindern. Wir waren gerade dort.

Der Weg zum unteren Teil des Wasserfalls ist auch mit kleinen Kindern gut machbar: Nur rund eine Viertelstunde dauert die abwechslungsreiche Strecke vom Parkplatz bis zu der Stelle, an der der Wasserfall zum reißenden Bach wird, der schließlich in die Salzach fließt. Es wäre auch möglich, den Kinderwagen bis hierher zu schieben. Spielplätze mit Wasserrädern und Klettergerüsten halten jedenfalls unsere Kinder bei bester Laune – und als wir vorne am Wasserfall stehen und das tosende Naturwunder erleben, sind auch sie tief beeindruckt.

Die Krimmler Wasserfälle: Regenbogen und Romantik

In drei Etappen fällt das Wasser hier, in Krimml, ins Tal herab. Auch mit den Kindern ist es gut möglich, bis zu einer Fallstufe hinaufzuwandern. Eine Plattform mit schöner Aussicht auf den Wasserfall ist unser Ziel. Als ich hier ein Bild machen will, schiebt sich plötzlich ein Regenbogen vor meine Linse – zauberhaft!

Gerne würden wir Erwachsenen den insgesamt 4 Kilometer langen Wasserfallweg bis zum obersten Wasserfall weitergehen und dabei 431 Höhenmeter zurücklegen; tolle Aussichtskanzeln sollen weitere atemraubende Ausblicke auf die Wassermassen erlauben. Allerdings sei der Weg zu steil für die Kinder; uns wurde vom Weitermarschieren abgeraten. Wir sind dennoch überglücklich, das Spektakel zumindest von dieser ersten Aussichtskanzel erleben zu dürfen: Gelohnt hat sich der Ausflug hierher allemal – solche tosenden Wasserfälle hatte ich bisher ansonsten nur in Island gesehen; mich beeindrucken solche wilden Wassermassen zutiefst. Gesund soll es übrigens auch sein, den Sprühnebel einzuatmen: dies soll das Immunsystem stärken und Allergien lindern.

Krimmler Wasserfälle: Vom Gletscher zum Naturspektakel

Die Wasserfälle werden von der Krimmler Ache gespeist, einem Gletscherbach. Die größten Wassermassen rauschen jeweils am späteren Abend über die imposanten Felsen-Stufen ins Tal hinab: Dann erst erreicht das Wasser, das durch die Mittagssonne aus dem Gletscher geschmolzen wurde, den Wasserfall. Morgens kommt am wenigsten Wasser in Krimml an, weil die Gletscher wegen der Kälte in der Nacht weniger Wasser verlieren.

Wer in der Nähe dieser Wasserfälle urlaubt – dem kann ich einen Ausflug dorthin nur empfehlen: Sie sind tatsächlich spektakulär, und das spürt und sieht die ganze Familie. Die Parkplätze an den Wasserfällen sind gebührenpflichtig. Der Eintritt für den Weg kostet 3 Euro, für Kinder ab sechs Jahren 1 Euro (Stand August 2017). Der Weg ist von Mitte April bis Ende Oktober zugänglich.

Übernachtet haben wir während unseres Kurzurlaubs im Salzburger Land übrigens im Kinderhotel Felben. Den Bericht darüber habe ich hier aufgeschrieben.

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