Fast wie barfuß: Tipps für den Kauf der ersten Krabbelschuhe

Ich habe meinen Kindern erst um den ersten Geburtstag herum KrabbelschuheSchuhe angezogen – als sie wirklich laufen konnten. Manchmal habe ich überlegt, ob sie nicht schon früher welche hätten tragen sollen. „Nein, nein“, beruhigt mich Carolin Maul, eine Freundin, die in Bamberg die Schuhmanufaktur „Ella & Puck“ betreibt und in ihrem Online-Shop elegante Krabbelschuhe verkauft: „Wenn ich ehrlich bin, brauchen Babys frühestens dann Schuhe, wenn sie mit dem Krabbeln beginnen. Im Laufalter reicht es auch noch. Andererseits aber sehen sie sehr niedlich aus mit Schuhen, auch schon früher.“ Im Interview erzählt sie, worauf Eltern beim Kauf der ersten Schuhe achten sollten.

Mama und die Matschhose: Wie sollte der erste Schuh sein, den ich meinen Kindern kaufe?
Carolin: Es ist wichtig, dass der erste Schuh weich und biegsam ist. Kinder sollten ihn bekommen, wenn sie im Krabbel- und Laufalter sind: Sie rutschen dann nicht mehr so leicht aus wie in Socken. Die Schuhe sollten aber sehr bequem sein, nicht einschnüren und im Idealfall aus Leder, Wolle oder Baumwolle bestehen.
Mama und die Matschhose: Studien berichten davon, dass etwa 98 Prozent der Menschen mit gesunden Füßen geboren werden. Aber nur noch 40 Prozent aller Erwachsenen haben gesunde Füße. Die Schädigungen sind etwa veränderte Zehenstellungen oder verkürzte Fußmuskulatur und damit einhergehende Schmerzen. Was ist da passiert?
Carolin: Die Füße wurden verformt. Einer Verformung entgegen wirken können wir Eltern schon früh mit dem Kauf passender Schuhe und der regelmäßigen Kontrolle der Fußgröße. Zu kleine oder zu große Schuhe können die Füßchen verändern und sich schließlich auf die komplette Körperhaltung auswirken. Fehlhaltung und Fehlstellungen können die Folge sein.

Lauflernschuhe

Mama und die Matschhose: Ist es letztlich nicht besser, barfuß zu laufen?
Carolin: Ja, barfuß ist im Zweifel immer besser. Die Füße können sich dabei frei bewegen, die Muskulatur wird durch verschiedene Untergründe natürlich beansprucht und aufgebaut. Wenn das aber nicht möglich ist, weil wir unterwegs sind oder es schlicht zu kalt ist zum Barfußlaufen, sind für Kleinkinder Krabbelschuhe oder Lauflernschuhe eine prima Alternative. Sie sollten aus weichem Leder gefertigt sein, keine feste Sohle, kein Fußbett und damit auch keine Stützfunktion haben. Dann können sich kleine Füße gut entwickeln. Ich empfehle Eltern, die Kinderhausschuhe, in denen der Nachwuchs viele Stunden am Tag steckt, zu testen: Lässt sich die Sohle biegen? Wenn nicht, würde ich sie austauschen in ein weicheres Hausschuh-Modell.
Mama und die Matschhose: Worauf sollte ich beim Kauf von Hausschuhen noch achten?
Carolin:
Auf den Verschluss. Das Gummi oder der Verschluss sollten nicht drücken. Die Kinder sollten auch ab circa zwei Jahren die Schuhe selbst an- und ausziehen können. Messt die Füße Eurer Kinder regelmäßig! Ich empfehle, dies drei Mal im Jahr zu tun, denn Kinderfüße können bis zu drei neue Schuhgrößen pro Jahr wachsen. Fachleute betonen immer wieder, dass Kinderfüße sehr weich, biegsam und unempfindlich für Druck sind. Das heißt, in den seltensten Fällen wird Euer Kind Euch sagen, dass ihm Schuhe nicht mehr passen. Hier sind wir Eltern in der Pflicht, die Füße regelmäßig zu messen und auf Qualität zu achten.
Mama und die Matschhose: Carolin, vielen Dank für das Gespräch!
Anmerkung, Werbung: Alle hier gezeigten Schuhe stammen aus Carolins Online-Shop Ella & Puck.

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