Die Geschichte einer Freundschaft: Patenkind Billy und Urs, der Deutsche – World Vision

Foto: World Vision

(Anzeige) Bei allen sozialen Problemen und politischen Krisen, die wir in Deutschland haben, ist es dennoch ein unglaubliches Glück, in diesem Wohlstand geboren zu sein, hier leben und arbeiten zu können: Hier muss niemand fürchten zu verhungern, hier hat jeder, der möchte, ein Dach überm Kopf. Wer krank ist, geht zum Arzt und wird behandelt.
Den meisten von uns, seien wir ehrlich, geht es ziemlich gut zwischen den Ballettstunden für die Kinder, dem Familienauto und dem Spanienurlaub. Es ist jedoch schrecklich zu wissen, dass nicht alle Kinder auf der Welt so unbeschwert aufwachsen können wie die unseren. Und ja, keiner von uns kann die Not lindern, als Einzelner, keiner kann die Welt retten und gerechter machen. Aber: Jeder von uns kann einem einzelnen anderen Menschen die Chance auf eine gute Zukunft geben. Dafür braucht es nicht viel: Mit nur einem Euro pro Tag können wir Pate eines Kindes aus Afrika, Asien oder Lateinamerika werden und diesem dauerhaft Zugang zu sauberem Trinkwasser, gesunde Ernährung, medizinische Versorgung und Bildung geben. Klingt machbar? Na klar. Ich erzähle euch mal mehr über die Hilfsorganisation World Vision und die Geschichte von Urs und Billy, einer ganz besonderen Freundschaft.

Ein Arzt für 10.000 Menschen

Foto: World Vision

Der achtjährige Schulkind Billy aus Simbabwe hat kaum eine Chance, zu einem Arzt zu gelangen, wenn er mal krank ist: Der Arzt, der seinem entlegenen Heimatdorf am nächsten ist, ist für insgesamt 10.000 Menschen zuständig. Hunger? Hat Billy oft. In die Schule? Geht er, seit World Vision dafür gesorgt hat, dass Billy und die anderen Kinder aus seinem Dorf Englisch und Mathe lernen können. Hoffnung auf ein besseres Leben? Hat er jetzt, und zwar aus gutem Grund: World Vision hat ihm einen deutschen Paten vermittelt – Urs aus Hamburg, der ihm verbunden ist und ihm langfristig durch seine Spenden hilft. Es ist jedoch mehr als die finanzielle Unterstützung, die Urs bietet: Es bedeutet Billy sehr viel, jemanden in Deutschland zu haben, der an ihn denkt, Kontakt hält, ihn beim Größerwerden zumindest aus der Ferne beobachtet. Manchmal nimmt er das Foto von Urs sogar mit ins Bett.

Langfristige Hilfe: eine Patenschaft in Simbabwe

Aufkeimende Hoffnung. Foto: World Vision

Die Hilfsorganisation World Vision unterstützt von den Spendengeldern der Paten jedoch nicht nur das Kind, sondern auch dessen Familie und die Region: Bleibende Verbesserungen im Leben der Kinder sind nur möglich, wenn sich auch das Umfeld verändert, argumentiert die Organisation. Familienmitglieder werden etwa geschult, um in der Lage zu sein, eine Landwirtschaft zu betreiben – und sich dadurch auf Dauer  unabhängig von Fördergeldern machen zu können. Auch werden Brunnen gebaut, Schulen gegründet und Gesundheitsstationen eröffnet. In Billys Dorf unterstützte Word Vision die Bewohner darin, eine Rinderfarm aufzubauen: Durch das Fleisch, das sie durch die Rinderzucht gewinnen, hat das Dorf genügend zu essen, und langfristig soll sogar so viel produziert werden, dass sie es in andere Gemeinden gewinnbringend verkaufen können. World Vision bietet grundsätzlich zwei Arten von Hilfe an: Kurzfristige etwa in Form von Nahrungsmitteln, gegen den Hunger. Und langfristige, indem Projekte verfolgt werden mit dem Ziel, dass die Bevölkerung eines Tages ohne Hilfe von außen auskommt.

Spenden ist selbstverständlich

Ich finde es selbstverständlich, dass wir von unserem Wohlstand etwas abgeben, um den Ärmsten dieser Welt zu helfen; es ist eine Frage des Anstands. Schön finde ich bei den Projekten von World Vision, dass der Spender genau weiß, wo seine Unterstützung ankommt: Er weiß, wie das Patenkind aussieht, wie alt es ist, was mit dem Geld ermöglicht wird. Wenn der Spender mag, kann er sogar Kontakt aufnehmen.

Urs und Billy – das Treffen

Foto: World Vision

Urs war so gespannt auf Billy, dass er eines Tages sogar nach Simbabwe geflogen ist, um ihn und seine Familie persönlich kennenzulernen. Das ganze Dorf war in heller Aufregung – immerhin ist es was Besonderes, wenn jemand den Weg aus Deutschland antritt, nur um Zeit mit den Bewohnern zu verbringen. Für Billy war es der schönste Tag im Leben, Urs kennenzulernen. „Es ist eine ganz besondere Verbindung, die wir zu ihm aufgebaut haben“, sagt auch sein Vater, der hofft, mit etwas Startkapital eine Schweißerei eröffnen zu können. Auch Urs profitiert von der Verbindung: Es gibt ihm ein gutes Gefühl zu sehen, dass seine Hilfe ankommt und der Familie hilft. Er geht davon aus, dass ohne die Hilfsorganisation keine festen Häuser und keine Schule im Dorf existieren würden; dass es weder Trinkwasserbrunnen noch ausreichend Nahrung gäbe. Schaut Euch mal dieses Video an – es zeigt die enge Freundschaft zwischen Urs und Billy: 

In Simbabwe, aber auch in vielen anderen Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens brauchen noch viele Kinder wie Billy Hilfe. Mit einer Patenschaft wird zwar nicht die Welt gerettet, aber vielleicht ein Kind. Es ist ganz einfach, Pate zu werden. Wer mag, sucht sich ein Kind, das er gerne unterstützen möchte – oder er vertraut darauf, dass die Agentur ein bedürftiges Kind wählt, das die besondere Hilfe dringend benötigt. Die Spenden, die über World Vision vermittelt werden, sind steuerlich absetzbar. Wer nicht mehr spenden mag oder kann, kann seine Unterstützung jederzeit kündigen. Natürlich verfügt World Vision über das DZI-Spendensiegel – das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen. Es belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht.

Weitere Infos findet Ihr auf der Seite von World Vision.

10 thoughts on “Die Geschichte einer Freundschaft: Patenkind Billy und Urs, der Deutsche – World Vision”

  1. Wow…ein richtig schöner Post, ich hoffe das viele Menschen das lesen werden. Sehr interessant, gefällt mir sehr!
    LG Frank

  2. Ein sehr schöner Post!
    Ich finde es super und hoffe, dass es viele Menschen erreicht … toll, dass du dich so einsetzt! 🙂
    Liebe Grüße Sarah<3

  3. Leider kann ich mir momentan keine Patenschaft leisten. Doch wenn ich endlich wieder mein Geld verdiene, werde ich eine Patenschaft abschließen und hoffe, dass dies noch mehr Menschen tun werden. ich finde es toll und auch sehr wichtig. Danke, für den informativen Artikel!

    Liebe Grüße, Yvonne

  4. Ich finde es sehr gut, dass du versuchst mit deinem Beitrag Menschen zum nachdenken zu bringen. Ich wünsche den armen Kindern dort, dass viele einen Paten finden so wie Billy.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  5. So ein schöner Beitrag, danke fürs Teilen! Die Mutter von meinem Freund kommt aus Kenia und ich habe mir auch aus nächster Nähe ansehen können, wie die Kinder dort so leben. Ich unterstütze in diesem Fall lieber eine kleine Organisation, die ehrenamtlich ist und vor Ort arbeitet. Das funktioniert ganz ähnlich wie World Vision. Für Leute, die aber keine direkten Verbindungen nach Afrika haben, ist diese Organisation sicher auch eine Idee.
    Alles Liebe,
    Theresa | http://www.primetimechaos.com

  6. Liebe Nadine,

    was für ein wunderschöner Blogpost <3! Sehr berührend und ein wichtiges Thema, das wir alle sehr gerne verdrängen. Es passt halt nicht in die "heile" Bloggerwelt. Dass du gerade dieses Thema auf deinem Blog aufgreifst finde ich toll! Vielen Dank dafür! Es macht mich gerade wieder unendlich dankbar … und es zeigt wie einfach es ist mit wenig Geld zu helfen. Schön zu wissen dass diese Hilfe ankommt.

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

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