Yakari-Musical- eine kleine Kritik

Foto: Jens Hauer

„Was Ihr Menschen nicht wisst, aus einem Krieg entsteht niemals ein Sieg.“ Diese Worte spricht der Anführer der Wölfe bei den Verhandlungen mit Yakari, dem Indianerjungen. „Das Leben ist zu kostbar für Streit“, ergänzt das weise Tier, und wirbt daher um Frieden mit den Menschen: Wenn sie endlich aufhören, Wölfe zu jagen, würde er „Kleiner Donner“ die Freiheit schenken, Yakaris geliebtem Pony.

Lauter verkleidete Indianer und, äh, Prinzessinnen

Wir befinden uns mitten in der Geschichte um den klugen wie mutigen Indianerjungen Yakari, die in einem Kindermusical in der Bamberger Konzerthalle aufgeführt wird. Die meisten Kinder dürften ihn aus dem Fernsehen kennen, Yakari ist der Held einer charmanten Zeichentrickserie. Mein Sohn (3) ist zum ersten Mal auf einer derartigen Großveranstaltung, die Schwester (5) ist, was Musicalbesuche angeht, fast schon ein alter Hase. Und im heutigen Fall eine Indianerin: Wer nämlich als Yakari oder Regenbogen (seine Freundin) verkleidet ist, bekommt beim Einlass eine kleine Überraschung. Es handelt sich dabei um ein kleines Yakari-Buch – eine nette Geste! Lustigerweise kommen aber nicht nur verkleidete Indianer, sondern auch Prinzessinnen in die Halle …

Foto: Jens Hauer

Schließlich startet das Musical, und zwar mit Rauch: Yakari entzündet ein Feuer, und es qualmt ECHT. Das war sehr beeindruckend für die Kinder (und für die Eltern auch). Im Laufe der Geschichte merkt Yakari, dass er mit Tieren sprechen kann. Das ist toll, denn auf diese Weise versteht er ihre Bedürfnisse besser – und kann etwa dafür sorgen, dass der kranke Pelikan wieder zu Kräften kommt. Und schließlich führt diese Gabe dazu, dass Yakari, siehe oben, für Frieden zwischen Mensch und Tier sorgt. Überhaupt, die Tiere: Beeindruckend kommen sie daher. „Kleiner Donner“ ist ein großes Plüschpferd, in dem mindestens ein Mensch steckt – und ich frage mich bis jetzt, wie der Mensch oder die Menschen sich so toll darin bewegen konnten. „Großer Adler“, Yakaris Beschützer, ist ebenfalls eine mächtige wie magische Erscheinung. Andere Tiere sind einfach nur Projektionen, etwa die Fische, die über die Bühne schwimmen. Ein toller Effekt.

Mit Regentanz den Waldbrand löschen

Das Bühnenbild wechselt schnell – und verblüfft uns immer wieder. Etwa, als Yakari und seine Freunde auf dem Kanu über Wasser zu rudern und schließlich in einen echten Wasserfall zu geraten scheinen. Der Waldbrand ist so authentisch, dass mein Sohn kurz weint. Zum Glück machen die Freunde auf der Bühne gemeinsam mit uns im Publikum einen Regentanz, so dass alles schnell gelöscht ist.

Yakari-Musical: Einfach gut. Indianerehrenwort!

Diese Effekte, der Humor und die tollen Kostüme sorgen dafür, dass uns Yakari lange im Gedächtnis bleiben wird. Die Songs sind auch allesamt toll und mitreißend. Es ist mit Abstand das aufwändigste und beeindruckendste Kindermusical, das meine Tochter und ich gesehen haben. Das des Sohnes sowieso 😉 – großes Indianerehrenwort!

Falls Ihr auch ein tolles Indianerfest feiern wollt: Es gibt noch diverse Möglichkeiten, Yakari auf der Bühne zu erleben. Hier findet Ihr die Tourdaten.

5 thoughts on “Yakari-Musical- eine kleine Kritik”

  1. Liebe Nadine, ich habe hier auch zwei kleine Yakari-Fans zu Hause und freue mich, dass du das Musical empfiehlst. Am 30.04 sind sie hier in Berlin, da kümmern ich mich direkt mal um Karten! LG Anita

  2. Hallo, das hört sich doch super an. Wir gehen morgen in Pforzheim in das Musical – haben es unserem Sohn im Februar zum 6. Geburtstag geschenkt. Nach dem positiven Bericht freue ich mich noch mehr darauf. LG Yvonne

    1. …das könnt Ihr! Ich kann es wirklich aus absoluter Überzeugung empfehlen! Und meine Kinder reden immer noch täglich davon (die CD läuft im Auto in Dauerschleife…). Viel Spaß, Ihr könnt Euch freuen!

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