Wie Kinder Skifahren lernen – ein paar Gedanken

Endlich Schnee! Bald werde ich wieder auf den Brettern, die mir die Welt bedeuten, stehen und einen Berg hinunterrutschen: Ich liebe das Skifahren! Für mich gibt es kaum Schöneres. Die Freiheit! Die Geschwindigkeit! Die herrlichen Landschaften! Aber kriege ich das Skifahren auch mit den Kindern hin?

In den vergangenen Jahren bin ich viel zu selten gefahren, das hatte ein paar Gründe: Ich habe einen Mann geheiratet, der nicht Ski fährt. Noch nicht, hihi. Ich bin schwanger geworden, zwei Mal, die Kinder sind immer noch klein. Ich bin von München, von wo aus ich innerhalb einer Stunde in die Berge jetten konnte, nach Bamberg gezogen, wo die Berge eher klein sind. Schlechte Voraussetzungen, meiner Leidenschaft weiter zu frönen. Aber: Auch in Franken gibt es ein paar nette Abfahrten, etwa auf dem Ochsenkopf. Sie sind gut genug, um skifahrermäßig zumindest am Ball zu bleiben. Ich habe mir zudem ein paar Gedanken zum Skifahr-Einstieg für die Kinder gemacht und ein bisschen recherchiert. Bevor ich sie – und den Mann – auf die Bretter stelle, sollten wir nämlich folgendes wissen:

Skikurs – erst ab drei, besser ab vier Jahren

  1. Es ist vermutlich erfolgversprechender, die Kinder in einen Skikurs zu stecken als sie selbst zu unterrichten: Skilehrer sind geschult darauf, ihnen die Techniken kindgerecht beizubringen. Sie sind weniger besorgt, wenn unsere Kinder mal ausrutschen – und in einer Gruppe aus Gleichaltrigen macht das Lernen vermutlich auch gleich mehr Spaß. (Dasselbe gilt für den Mann: Es ist sicher beziehungsfördernd, wenn nicht ich die Lehrerin bin, sondern jemand Fremdes ihm sagt, wie der Hase läuft).
  2. Aber: Ein Skikurs macht erst ab einem Alter von drei oder sogar eher vier Jahren Sinn. Dafür plädieren viele Experten. Es gibt zwar immer wieder Skikursangebote für bereits Zweijährige – „Windelskikurse“. Diese sollten aber maximal ein paar Rutschversuche auf der Ebene beinhalten, denn in diesem Alter sind Kinder weder körperlich noch kräftemäßig in der Lage, die fürs Skifahren benötigten Bewegungsabläufe umzusetzen. Unser gerade noch 2-Jähriger ist also noch zu jung, für ihn wäre wenn, dann eine Betreuung in einem Skikindergarten möglich, wo er einfach in einer kleinen Gruppe im Schnee spielen würde. Snowboardfahren ist übrigens erst ab einem Alter von sechs oder sieben gut möglich, vorher ist der Kopf im Verhältnis zum Körper recht schwer und das Balancehalten dadurch schwierig.
  3. Ideal ist, wenn das Skigebiet für meine Anfänger ein eigenes Lehr-Gelände hat, damit sie sich nicht sofort im normalen Pistenbetrieb zurechtfinden müssen.

    Quelle Grafik: http://reise.idealo.de/magazin/skiurlaub/#familien-anfaenger
  4. Im Vorschulalter sollte der Skitag höchstens drei Stunden dauern, mit Pausen. Sonst wird es zu anstrengend.
  5. Wenn wir für die Kinder Ski suchen, sollten sie nicht meine Kinder-Alpin-Ski von früher verwenden, sondern moderne Carving-Ski. Sie machen das Skifahren leichter, kurz und breit, wie sie sind. Auch Kurven zu fahren, ist mit ihnen ein Kinderspiel. Im Alter bis fünf sollten die Carver bis zur Brust oder maximal bis unter die Achsel reichen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen etwa bis zur Schulter. Snowboards sollten ungefähr 10 Zentimeter kleiner sein als das Kind.

Wie sieht es bei Euch aus, seid Ihr auch Skifahrer? Wie bringt Ihr es Euren Kindern bei?

1 thought on “Wie Kinder Skifahren lernen – ein paar Gedanken”

  1. Bei mir ist es ähnlich,mein Freund ist kein Skifahrer, bzw. kein Alpiner, er bevorzugt Langlauf. Aber in den nächsten Jahren will ich unbedingt mal wieder in den Skiurlaub, dann ist unser Kind mit 3 Jahren auch alt genug oder er fährt mit Papa Langlauf. 😉

    Hihi, wenn ich an die alten Bretter denke, mit denen ich lernen musste. Die Carving Ski sind definitiv eine super Erfindung gewesen. 😉

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