Gastbeitrag: Das ist die perfekte Stulle

Was ist das Schönste am Brotzeitmachen? Das Essen natürlich! Und das Schlimmste? IMG_7939kleinFressfeinde! Alexander Seipel von Lerntippsammlung.de hat in einem Gastbeitrag aufgeschrieben, wie die Brotzeitdose für Kindergartenkinder idealerweise gefüllt ist, damit sie ihr Essen fit für viele Tobe-Runden macht. Tipp: Wer ältere Kinder hat, ist vielleicht an den Ernährungstipps für Schulkinder interessiert.

„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettelmann…“: Dieser in die Jahre gekommene Spruch ist gar nicht mal verkehrt: Zumindest macht ein gutes und reichhaltiges Frühstück Sinn, es deckt idealerweise gemeinsam mit dem Pausenbrot etwa ein Drittel des Energiebedarfs des Tages. Wenn das Kind es ausfallen lässt, gerät es bereits vor der Brotzeit im Kindergarten in ein Leistungstief. Die Energiespeicher sind morgens nämlich leer, der Stoffwechsel läuft nur auf Sparflamme. Der Körper benötigt jetzt Lebensmittel, die nicht nur satt machen, sondern auch dafür sorgen, dass wir und unsere Kinder in die Gänge kommen und den Tag fit beginnen.

Die guten und die bösen Energielieferanten

Um Energie zu tanken, die lange anhält, füllen Kinder beim Frühstück idealerweise ihren breakfast-1209260_1280-1Kohlenhydratspeicher auf – und zwar mit sogenannten komplexen, „guten“ Kohlenhydraten. Diese stecken etwa in Vollkornbrot und Müsli und versorgen das Hirn gleichmäßig und konstant mit Energie. Weil der Körper sie nur langsam verarbeiten kann, liefern sie nämlich über einen längeren Zeitraum Energie – und halten lange satt. Einfache, „schlechte“ Kohlenhydrate wie etwa in Süßigkeiten und Weißmehl treiben indes den Blutzuckerspiegel schnell nach oben und lassen ihn danach schnell wieder absinken, wonach sich das Kind schlapp und hungrig fühlt. Damit ist nicht geholfen. Übrigens liefert auch Eiweiß Energie, zum Beispiel in Joghurt und Käse.

Das gehört in die Brotzeitdose

sandwich-148023_640Das Pausenbrot ist dafür da, das Frühstück zu ergänzen und zu erweitern: Wenn das Kind zu Hause Müsli und Obst gefrühstückt hat, sind in der perfekten Brotzeitdose als erneute Energiekicks Vollkornbrot und Gemüse zu finden. Dazu gibt es noch Milchprodukte, beispielsweise Käse oder Joghurt. Wer noch ein Getränk mit möglichst wenig Zucker dazugibt, hat dem Kind ein gutes, ausgewogenes Päckchen geschnürt.

Auch das Trinken ist sehr wichtig

Eltern erinnern ihr Kind am besten daran, viel zu trinken – das kommt oft zu kurz, die Kinder vergessen es schlicht beim Spielen. Wer zu wenig Flüssigkeit intus hat, hemmt möglicherweise den Nährstofftransport zum Gehirn. In diesem Fall funktioniert dieses nicht mehr optimal, woraus Konzentrationsstörungen und eine verminderte Gedächtnisleistung resultieren. Sehr gut geeignet als Kindergarten-Getränke sind Leitungs- oder Mineralwasser, Früchte- und Kräutertee. Auch eine Schorle mit etwas Saft ist in Ordnung.

Wie kann das Pausenbrot aussehen? Gute Beispiele:

– Vollkornbrot und -brötchen, das dünn mit Margarine, Butter oder Frischkäse bestrichen wird und als optimaler Energieversorger fungiert.
– Darauf Aufschnitt, beispielsweise fettarme Wurst wie Bier- oder Kochschinken, Kasseler oder Putenbrust. Wurstwaren liefern dem Körper beispielsweise Eiweiß, Eisen sowie einige B-Vitamine.
– Alternativ: Hart- oder Schnittkäse wie Butterkäse, Gouda, Edamer, Camembert oder Mozzarella. cheese-146418_960_720Milchprodukte versorgen den Körper mit Kalzium, das die Knochen und Zähne stärkt sowie mit lebenswichtigen Aminosäuren, der er selber nicht herstellen kann.
– Das Brot kann zudem mit Salatblättern, Kräutern usw. belegt werden.
– Dazu: Joghurt, Quark, Trinkmilch, Mixgetränke ohne Zucker.
– Dazu: Frisches Obst und Gemüse. Dem Körper werden viele wichtige Vitamine, Mineral-, Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe geliefert, wodurch das Immunsystem gestärkt wird und Entzündungen vermieden werden. Obst und Gemüse sind für Wachstum, Leistung und sämtliche Funktionen des Körpers unverzichtbar. Fehlen diese Nährstoffe, kann es zu Störungen in der Entwicklung und im Wachstum sowie zur Beeinträchtigung von verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper kommen.
– Nüsse für den kleinen Hunger zwischendurch oder als Powerkick für das Gehirn.

Achtung: Nichts Süßes in die Brotzeitdose

Viele Kinder lieben zwar süße Aufstriche, beispielsweise Marmelade oder Honig. Diese sind aber für die Brotdose nicht empfehlenswert. Gleiches gilt für Schokoriegel, Kekse, Fruchtgummis etc. All dies enthält zu viel Energie in Form von Zucker und Fett, aber dafür nur wenige der wichtigen Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Der Blutzuckerspiegel steigt nach dem Verzehr im Handumdrehen an und fällt genauso schnell wieder ab, wodurch es zu einem Leistungstief kommt. Um das Kind auch einmal zu überraschen, geben Eltern am besten ab und an Trockenfrüchte oder Studentenfutter in die Brotzeitdose.

Fazit

Dies waren die Tipps, wie eine Brotzeitdose im Idealfall aussieht. Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung legen Eltern bereits die Basis dafür, dass ihre Kinder später keine Krankheiten, die aus Übergewicht resultieren, erleiden. Auch die Leistungsfähigkeit des Kindes steigern sie durch optimales Essen.

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