Gastbeitrag: Mutterleicht leben – so geht’s

Julia Ferstl ist Journalistin und Jungs-Mama aus Nürnberg – und 11218949_10208423830659057_5756539071426611421_nneuerdings auch „Mutterleicht“-Trainerin. Hä? Was soll das denn sein? Das zu erklären, habe ich mir mutterleicht gemacht, denn ich habe Julia gebeten, die  Idee hinter „Mutterleicht“ in ihrem Gastbeitrag für „Mama und die Matschhose“ selbst vorzustellen. Warum es jedoch keine gute Idee von mir war, Julia obendrein um ein paar Tipps für ein mutterleichtes Leben zu bitten – das erklärt sie auch.

„Ich bin Julia, 32, Jungs-Mama – also durchaus Matschosen-affin 😉 – und Mutterleicht-Trainerin. Als Nadine mich fragte, ob ich Lust hätte, ein bisschen darüber  zu schreiben, was ein mutterleichtes Leben für mich ist, habe ich mich riesig gefreut. Ein paar Tipps wären gut, schrieb sie in einer E-Mail. Ich setzte mich an meinen Rechner und es kam – NICHTS, nada, nicht einmal ein erster Gedanke. Super, dachte ich mir! Du hast hier eine wunderbare Gelegenheit, Frauen von der Mutterleicht-Philosophie zu erzählen – und du hast eine Schreibblockade. Beim Zähneputzen spätabends spürte ich plötzlich, woran es gelegen hatte. Das  Wort ‚Tipps‘ hatte mich komplett paralysiert. Entspricht es doch so gar nicht dem Gedanken von Mutterleicht. Ein ganz alltägliches Wort, mit dem mir Nadine sicher nur Gutes wollte…

Fühlen statt Grübeln

Fakt ist: Tipps bekommen wir Mamas jeden Tag. Von Hebammen, wenn’s um Stillen oder Wickeln geht, aus schlauen Erziehungsratgebern und das Allerbeste: Nach vielen dieser Tipps haben wir überhaupt nicht gefragt. An Ratschlägen mangelt es den Eltern von heute also beim besten Willen nicht.

Was fehlt uns also dann? Die Verbindung zu unserer Intuition, also  zu unserem Gefühl!

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„Mach dir nicht so viele Gedanken, ob du alles richtig machst! Das Wichtigste ist, dass du jeden Tag Liebe in Euer Leben bringst“. Dieses Zitat aus dem Spürbuch von Nina Pettenberg,  Gründerin des Mutterleicht-Netzwerks, ist mein ständiger Begleiter. Wenn ich mich mal wieder frage, ob diese Entscheidung jetzt richtig ist, dann verbinde ich mich bewusst mit dem Boden unter meinen Füßen, lege meine Hand aufs Herz und atme: ganz bewusst und entspannt. Und dann höre ich auf dieses spontane Gefühl, dass sich in meinem Bauch oder Körper breit macht. Ist das eher ein Ja oder Nein? Indem du immer mehr und mehr intuitiv entscheidest, schöpfst du aus dieser großen Weisheit, die in dir schlummert.

Aber nicht nur bei Entscheidungen ist deine Intuition dein wohl weisester Ratgeber. Sicherlich hast du es schon erlebt, dass du einen Impuls oder eine Idee hattest und dir dachtest „Das wäre es!“. Dann erzählst du jemandem davon und deine natürlich noch unreife Idee wird völlig zu unrecht platt gemacht – von den Realitätsansprüchen deiner Umwelt. Lass das nicht zu, folge dem Funken! Diesem diffusen Etwas, das da in dein Leben möchte. Denn immer, wenn wir einen anderen für etwas bewundern oder auch neidisch auf ihn sind – das menschlichste Gefühl überhaupt! – ist das ein Hinweis auf unsere Herzenswünsche und Sehnsüchte. Was will ich wirklich vom Leben? Was mag ich an der Idee xy? Gib dir also die Erlaubnis, das zu tun, was du von Herzen liebst UND erzähl allen anderen erst davon, wenn du voll und ganz für diese Sache brennst.
Mutterleicht wird es dann, wenn du zusammen mit deiner Familie herausfindest, was gut für dich und damit für euch als Familie ist.  Vielleicht lautet deine Antwort „Ich möchte einfach Mama sein!“ oder aber Beruf und Familie leben. Die Antwort trägst du bereits in dir.

Sich selbst gut bemuttern

Die wohl wichtigste Lektion, die ich auf meinem Weg in ein (meist ;-)) mutterleichtes Leben lernen durfte,  lautet: „Nur wenn du dich gut bemuttern kannst, bist du auch eine gute Mutter.“ Aber gerade als Mama von (kleinen) Kindern stellt  man die eigenen Bedürfnisse oft zurück und vertagt sie auf später, wenn die Kinder irgendwann mal aus dem Haus sind. Damit ist Unzufriedenheit meistens schon vorprogrammiert! Es an der Zeit, sich Zeit zu schenken: Ich-Zeit. Diese markierst du am besten genauso fett in deinem Kalender wie Arzttermine oder die Turnstunden deiner Kinder. Damit gibst du dir selbst einen Wert. Und gerade,  wenn es darum geht herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist, sind Momente der Stille immens wichtig.

In meinem Mutterleicht-Workshop gehen wir gemeinsam auf Reise, entdecken deine Sehnsüchte und Herzenswünsche und finden heraus, wie du DICH im Einklang  mit deiner Familie leben möchtest.

Der nächste dreitägige Kurs unter meiner Leitung startet  am 24. Januar 2016 in Nürnberg.

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Wer teilnehmen möchte, hat die Möglichkeit, einen 50-Prozent-Rabatt auf den Workshop-Preis von 290 Euro zu gewinnen:
Schicke eine E-Mail an julia@mutterleicht.de und beantworte folgende Gewinnspielfrage:

Wer ist die Gründerin von „Mutterleicht erfüllt leben?“
Die Gewinnerin wird am 23. Dezember benachrichtigt, bis 12 Uhr könnt Ihr an diesem Tag im Lostopf landen. Viel Glück!“

Weitere Infos findest du hier:
http://www.mutterleicht.de/trainers/julia-ferstl

1 thought on “Gastbeitrag: Mutterleicht leben – so geht’s”

  1. Hej, Volltreffer! Vielen Dank für diesen schönen Artikel!

    Ja, das Bauchgefühl als Instanz ist unübertroffen – einerseits. Andererseits ist es wirklich schwer, auf es zu hören, bei all den ganzen anderen „Stimmen“, die sich so hineinmischen…

    Was mir manchmal hilft, wenn ich unsicher bin: Mir vorzustellen, wie ich mich mit Alternative A oder B fühlen würde. Kribbelt es dann vor (Vor-)Freude in meinem Bauch oder breitet sich eben jenes warm-wohlige Gefühl aus, dann ist es prima. Ansonsten: Lassen!

    Viele liebe Grüße, Küstenmami

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