Urlaubmachen – kinderleicht: Ein Wochenende im Familienhotel Sonnwies

ABM_1437566292„Wann sind wir endlich da?“, fragt die Süße quengelnd. Ich habe volles Verständnis dafür, dass eine 6-stündige Autofahrt nach Südtirol anstrengend ist für die Kinder. Blöd nur, dass das Mädchen bereits nach drei Kilometern die Geduld verliert. „Wann sind wir endlich da?“ fragt es nun circa bei jedem einzelnen Autokilometer auf dem Weg in die Berge. Und um ehrlich zu sein: Ich will auch endlich ankommen. Immerhin habe ich mich schon monatelang vorgefreut auf unsere Flucht aus dem Alltag, jetzt soll es endlich passieren!

_D4S4775matschUnd dann haben wir es geschafft: Wir haben das Hotel „Sonnwies“ erreicht, ein Familienhotel mit angeschlossenem Biobauernhof in der Nähe von Brixen. Uns erwartet dort eine gute Fee in Form einer Kinderanimateurin, die unsere Zwerge sogleich in den Kinderclub entführt. ABM_14375662571Dort bekommen sie ein buchstäblich tierisches Programm geboten: Sie machen Ausflüge zum Bauernhof, wo sie Eier fürs morgige Frühstück suchen, Hasen füttern, Ponys reiten und auf dem Traktor mitfahren dürfen. Abends wird gemeinsam Pizza gebacken, und Kinder ab acht dürfen sogar im Heu übernachten!

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Hach, ist das schön!

Der Mann und ich lassen es uns derweil im Wellness-Bereich gutgehen und lesen zwischen den Sauna-Gängen ein Buch. Wie lange haben wir schon nicht mehr so entspannt! Auf unseren Liegen im Wellness-Bereich vergessen wir fast, dass wir in einem Familienhotel sind. Allein die Lektüre erinnert uns daran, dass wir heute noch ein Date mit den Kindern haben: Da liegen statt Beautyzeitschriften „Leben & erziehen“ und „Eltern.“ Als wir uns später im Freien sonnen, haben wir sowohl die Kinder als auch die Berge im Blick. Während die Mäuse gerade den riesigen Outdoor-Spielplatz samt Seilbahn und Indianerzelt in Beschlag nehmen, denken wir nur: „Hach, ist das schön hier!“

Teuer, aber traumhaft

Kein Wunder: Wir fassen es noch nicht so richtig, dass wir uns gerade in keinem Traum befinden, sondern in einer IMG_7700IMG_7846Unterkunft, in dem nicht nur die Kleinsten, sondern auch Mama und Papa voll auf ihre Kosten kommen. Leider auch im Wortsinne: Eine Woche im Rundum-Sorglos-Paket kostet soviel wie eine einmonatige Fernreise nach Fernost oder ein Jahr Kita-Gebühr. Und dennoch, die Entspannung ist maximal, und als wir zum köstlichen Abendmenü unsere Zwerge wieder sehen, sind sie bis oben gefüllt mit Abenteuern, und wir sind gespannt wie Flitzebögen, was sie zu erzählen haben.

ABM_1437566237Obwohl wir im Hotel gut und gerne den gesamten Urlaub verbringen könnten, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen, ABM_1437566275wollen wir hoch hinaus. Wir wandern am kommenden Vormittag auf eine Alm. Eigentlich dachten wir, dass auch unsere Dreijährige schon wandern könnte – „wie Heidi aus dem Fernsehen, auf eine Hütte wie bei Heidi“. Leider aber wanderte sie nur bergab, schließlich, bergauf mussten wir beide Kinder tragen. Das Ziel aber gefiel uns allen: Den Kindern der Sandkasten, mir der Panorama-Blick, dem Mann der Kaiserschmarrn. Und zugegeben: mir auch.

Mit „Heidi“ in der Sauna

ABM_1437566209 _D4S3665matschDie Zeichentrick-„Heidi“ muss übrigens noch für mehr herhalten. Es gibt im Hotel eine Kindersauna, gut 40 Grad warm. Wie aber kriegt man kleine Kinder dazu, eine Weile ruhig dazusitzen? Genau: Mit Fernsehen. In der Sauna ist tatsächlich einer eingebaut, und da flimmert „Heidi“ über die Mattscheibe. Weil ich Angst habe, dass die Mäuse zu lange schwitzen, nur um das Ende mitzukriegen, werden sie danach in die sehr kleinkindfreundlichen Pools beordert. Der Mann und ich testen derweil im Wechsel die spacige Reifenrutsche. Was für ein Spaß!

Viel zu schnell sitzen wir wieder im Auto und müssen das Paradies verlassen. „Heidi“ ist übrigens auch dabei auf der Heimfahrt. Sie läuft in Endlosschleife im CD-Player. Holareidulijö!

2 thoughts on “Urlaubmachen – kinderleicht: Ein Wochenende im Familienhotel Sonnwies”

    1. Ha! Das hab ich tatsächlich. Ich staune in diesem Jahr selber. Am zweiten Adventswochenende waren wir mit den Kindern in Holland – auch dieses Mal: nur Sonnenschein. Darüber schreib ich auch in Kürze ;-).

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