Warum ich mich gerade über unseren Kindergarten ärgere

Wissen die Erzieherinnen Eurer Kindergartenkinder zu jedem Zeitpunkt, wo sich Eure Mäuse befinden? Unsere leider nicht. Ich muss dazu sagen: In unserem Kindergarten wird das sogenannte „Offene Konzept“ praktiziert. Jeder darf sich überall aufhalten. Auf die Kleinen, das wurde aber beteuert, würde man besonders achten, damit sie sich nicht verloren fühlen.

Jedenfalls: Ich habe die Süße neulich kurz nach dem Mittagessen abgeholt und habe sie nirgends gefunden. Keiner wusste, wo sie gerade spielt. Nachdem wir alles abgesucht hatten, habe ich auf gut Glück auf den Toiletten nachgesehen, wo ich sie weinend und völlig aufgelöst gefunden habe. Sie hätte als 3-Jährige Hilfe gebraucht, aber niemand hat mitbekommen, dass sie überhaupt auf der Toilette ist. Sie hat gerufen und gerufen – keiner hatte sie gehört. Ich war an diesem Tag früher als gewöhnlich zum Abholen gekommen und weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich eine halbe Stunde später dran gewesen wäre. „Sie hat sich nicht abgemeldet“, hieß es da nur.

Gestern habe ich sie vor dem Mittagessen abgeholt – und wieder war sie einfach verschwunden. Wir haben den gesamten Kindergarten durchkämmt, den Hof und alle Räume. Erst nach einigen Minuten haben wir sie an einer entlegenen Stelle beim Spielen gefunden. Ich hatte schon extremes Herzklopfen – was, wenn sie wirklich verschwunden wäre? Oh mein Gott! Auch gestern hieß es wieder: „Kinder in diesem Alter spielen eben gerne verstecken und sie gehen eben selbstständig auf die Toilette.“

Für mich ist es aber ein Unterschied, ob sie „eben gerne verstecken“ spielen oder ob niemand weiß, wo sich die 3-jährigen Mäuse aufhalten. Bin ich eine hysterische Mutter oder würdet Ihr Euch auch aufregen?

14 thoughts on “Warum ich mich gerade über unseren Kindergarten ärgere”

  1. Sie hat sich nicht abgemeldet? Dafür geben wir die Kinder doch in die Betreuung, damit jemand ein Auge auf sie hat…
    Ich denke, verstecken kann mal passieren, bin auch wirklich nicht empfindlich – aber irgendwo ist eben schluss.
    Mein Sohn hatte im letzten Jahr im Kigaeine Platzwunde am Kopf weil er von einem Steinberg gefallen war. Das war irgendwie erstmal garnicht aufgefallen…

      1. Anscheinend war es noch im „Rahmen“… Seitdem ist es aber immer ein Unwohles Gefühl, wenn er da ist. Aber ein Kiga-Wechsel ging für uns leider überhaupt nicht…

  2. Hallo,
    Ich kann das voll und ganz nachvollziehen.
    In unserem Kondergarten wird auch das offene Konzept praktiziert und ich hoffe auch immer, dass die Erzieher sehen und wissen, wo die Kleinen sind. Ich würde auf jedenfall mit den Erziehern darüber noch mal sprechen.
    Lg Jenny 🙂

    1. Hallo Jenny, ich bin da auch ein bisschen enttäuscht. Ich war immer Fan des offenen konzepts, weil ich es toll fand, wie viel mehr Spielmöglichkeiten sie dadurch haben. Aber dass es auch solche Nachteile hat, ist einfach schade. Liebe Grüße!

  3. Nein, es ist schon gut das du in Sorge bist.
    Bei uns dürfen die Kinder auch ganz offen spielen aber unser Kindergarten ist finde ich ist nicht ganz so verschachtelt wie eurer z.B. sodass man das Rufen sicherlich gehört hätte.
    Ich finde es traurig das es heißt sie hätte sich nicht abgemeldet, offenes Konzept hin oder her aber die Erzieher sollten doch immer mal wieder durchsehen wo welches Kind gerade ist.
    Es sollten ja genügend Erzieher für die Kinder da sein weshalb das immer wieder mal schauen ob alle da sind kein probloem sein sollte und ich finde auch es sollte immer mal geschaut werden ob Kinder drinnen sind.
    Bei uns ist immer wieder eine Erzieherin oder Erzieher drin oder es ist sogar einer im Büro sodass man es definitiv hören würde wenn jemand schreit.
    Ich hab oft aber oft auch das Gefühl das es zu wenig ERzieher für zu viel Kinder in den Einrichtungen gibt.
    Liebe Grüße Marie

    1. Dabei hab ich den Kindergarten extra wegen des großen Gartens gewählt. Schade dass ich es nun nachteilig finde :-(((. Aber zum Glück ist ja nichts Schlimmes passiert. Puh.

      1. Ja, der Garten ist auch echt klasse. Ich habe es mit einer Freundin gehabt die hat ihr Kind im Kindergarten im Dorf nebenan und die haben erst einen riesigen Gartn sag ich dir, Sie sagt trotzdem das Sie auch nicht glaubt dass das dort passieren könnte.
        Ich hoffe mal das es auch dabei bleibt und niemals es passieren wird das mal mehr passiert.

  4. Hallo Nadine,
    Mein großer wechselt nach den Sommerferien von der Krippe in den Kindergarten auch mit dem offenem Konzept und die Kleine geht bei der selben Kita in die Krippe. Ich fand diese Lösung super, beide Kinder in einer Einrichtung . Bis ich genau solche Geschichten gehört habe. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob das so eine tolle Idee war. Zumindest ist der Krippen Bereich Übersichtlich gestaltet.

    1. Liebe Mamin’ka – das ist wirklich ein total süßer Spitzname! Vermutlich gibt es in allen Systemen Vor- und Nachteile. Auf der Toilette vergessen worden zu sein – das hat meine Maus echt geschockt. Andererseits sollte ich froh sein, dass sie so einen tollen, riesigen Garten zum Spielen hat im Kindergarten und sich nicht nur in einem kleinen Gruppenraum verschanzen muss den ganzen Tag. Ich wünsche Dir einfach, dass Du keine solchen Erlebnisse hast – und ich auch nicht mehr. Alles Liebe!

  5. Wah, ich hätte mich wohl richtig heftig geärgert – vor allem, weil es ja nun schon zwei Mal passiert ist. Offenes Konzept hin oder her, die Erzieher sollten zumindest aber einen groben Überblick haben, ob überhaupt noch alle da sind!

    Wir haben auch so einen Extremfall, wenn auch mit einem anderen Thema. Mein Großer ist in einem Musikkindergarten, der zwar schon 3 Jahre alt ist, allerdings erst jetzt das Konzept so richtig durchsetzt. Früher ging die Gruppe meines Sohnes vormittags noch raus. Jetzt ist alles freier und offener, man will den KIndern keine festen Zeiten mehr vorsetzen, sondern sie selbst machen lassen. Ergebnis: Ich hole mein Kind um 2 ab und das erste, was er mich fragt ist, ob er nun endlich rausgehen könnte. Selbst bei schönem Wetter bleiben sie drin.
    Einige Eltern hatten das schon im Winter kritisiert und da hatte ich selbst noch versucht zu schlichten (bin Elternvertreterin). Inzwischen habe ich auch nur noch null Verständnis für die Situation.

    Ich würde dir empfehlen, ein nettes Gespräch mit der Leitung zu führen. Manchmal ergeben sich im Laufe der Zeit einfach solche „Probleme“, so wie bei uns mit der zu freien Zeiteinteilung. Oftmals muss es nur jemand ansprechen, damit es auch geändert wird.

    Ich drück dir die Daumen, dass es nie wieder passiert!

Kommentar verfassen